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Riester Rente
„Sparen Sie noch oder riestern Sie schon?“, könnte es in Anlehnung an den Slogan eines schwedischen Möbelhauses demnächst heißen. Die Riester-Rente ist das Zugpferd der Branche. Bis Ende 2007 rechnen die Versicherungen mit zehn Millionen Policen. Diese Zahl unterstreicht, dass die private Altersvorsorge ernst genommen wird und sich viele Gedanken darüber machen, wie es um die Finanzen im Ruhestand bestellt ist. Sie setzen auf den Riester-Vertrag, weil er bestens dazu geeignet ist, als Ergänzung zur gesetzlichen Rente für ein Auskommen im Alter zu sorgen. Die Fülle an Angeboten rund um die Riester-Rente ist das einzige Problem, vor dem Kunden von Banken und Versicherungen stehen. Sie wollen nicht einfach nur einen Zuschuss, sondern eine möglichst hohe Rendite für die Rente. Bei welchen Anbietern dieser Wunsch erfüllt wird, zeigt ein Versicherungsvergleich.
Geburtsstunde der Riester Rente war die Rentenreform in den Jahren 2000 und 2001. Seinerzeit wurde entschieden, das Nettorentenniveau zu senken. Damit keine Lücke aufreißt, wurde zur privaten Vorsorge geraten. Das entsprechende Modell legte Walter Riester vor. Seine Pläne bezogen sich in erster Linie auf Rentenversicherungspflichtige, selbständig oder angestellt, Bezieher von Kranken- oder Arbeitslosengeld sowie Beamte, Richter und Soldaten. Doch auch geringfügig Beschäftigte, Personen, die Angehörige im Haushalt pflegen oder sich um die Kinderziehung bis zum dritten Lebensjahr kümmern, Ehepartner von Riesterberechtigten und Landwirte, die per Gesetz über die Alterssicherung pflichtversichert sind, haben Anspruch auf eine Riester Rente.
Sie zeichnet sich durch die staatlichen Zulagen aus, die gewährt werden, wenn die eigenen Beiträge sich im vorgegebenen Rahmen bewegen. Seit 2006 müssen drei Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens eingezahlt werden, maximal 1.575 Euro – ab 2008 sind es vier Prozent (2.100 Euro). Als Mindestbetrag gelten 60 Euro. Hält man sich an die Vorschriften und zahlt entsprechend der Vorgaben gibt es für das Jahr 2007 114 Euro für Ledige (ab 2008: 154 Euro), 228 Euro für Verheiratete (ab 2008: 308 Euro) und je Kind 138 Euro (ab 2008: 185 Euro). Eine Familie mit zwei Kindern hat demnach 2008 einen Anspruch auf Zuschüsse in Höhe von 678 Euro. Eine Summe, die man mitnehmen sollte. Nicht ganz so relevant, aber möglich: Die Beiträge zur Riester-Rente können bis zu 1.575 Euro (ab 2008: 2.100 Euro) als Sonderausgaben geltend gemacht werden.
Über die genaue Höhe Ihrer Eigenleistung sowie die zu erwartenden Zulagen und steuerlichen Vorteile können Sie sich mit Hilfe unseres Riester-Rechners informieren:
Riester-Rechner >>>
Eine genaue Übersicht aller Förderungen, Zulagen und Bedingungen, welche ab 2008 für die Riester Rente gelten, gibt die nachfolgende Tabelle:
| Altersvorsorge- zulage |
Mindestbeitrag (Sockelbeitrag) |
Eigenbetrag für volle Zulage |
Maximal absetzbarer Sonderausgaben- abzug |
|
| Ledige | 154 Euro | 60 Euro einheitlich |
4 %
des sozialversicherungs- pflichtigen Vorjahres- bruttoeinkommens, maximal 2.100 Euro |
2.100 Euro |
| Verheiratete | 308 Euro | |||
| pro Kind (bis 2008 geboren) | 185 Euro | |||
| pro Kind (ab 2008 geboren) | 300 Euro | |||
| Einmalzulage | 200 Euro, wenn der Riester-Sparer bei Vertragsabschluß höchstens 25 Jahre alt ist | |||
Als Riester Rente eignen sich mehrere Sparformen wie beispielsweise die klassische und die fondsgebundene Rentenversicherung. Dafür müssen sie die Zertifizierungsvoraussetzungen erfüllen. Demnach muss der Beitrag laufend gezahlt, das Kapital samt Zulagen garantiert, über die Geldanlage sowie Gebühren informiert und die Kosten für Abschluss und Vertrieb auf fünf Jahre verteilt werden. Die Auszahlung erfolgt ab dem 65. Lebensjahr als Rente, die mit dem dann gültigen Satz versteuert wird. Maximal 30 Prozent sind als Einmalzahlung gestattet. Das alles hört sich komplizierter an als es ist. Wichtig ist, dass man sich für ein Produkt mit Zertifikat entscheidet und nicht vergisst, den Antrag auf Zulagen zu stellen. Dann sind die Weichen für eine Zukunft ohne große finanzielle Sorgen gestellt.
Einen Vergleich sowie ein individuelles Angebot für eine Riester-Rente können Sie sich über das nachfolgende Formular ausarbeiten lassen (Versicherungsvermittlung erfolgt über die Transparent GmbH & Co. KG):

