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Die Entscheidung, Mitglied einer privaten Krankenversicherung (PKV) zu werden, fällt vielen dank der miserablen Zustände bei den gesetzlichen Kassen immer leichter. Nun steht dieser Schritt nicht jedem offen, da der Gesetzgeber eine kleine Hürde für den Wechsel aufgestellt hat. Wer allerdings die Möglichkeit dazu hat und die Voraussetzungen erfüllt, genießt eine Reihe von Vorzügen, die sich nicht darauf beschränken, vielleicht ein paar Minuten weniger im Wartezimmer sitzen zu müssen. Die Argumente für die private Krankenversicherung gehen weit tiefer und erstrecken sich vom Beitrag bis hin zu den Leistungen. Möchte und kann man wechseln, gehört der Versicherungsvergleich zu den wichtigsten Schritte hin zum perfekten Versicherungsschutz rund um die Gesundheit. In diesem Bereich unüberlegt oder voreilig zu handeln, rächt sich später vielleicht. Die Gesundheit sollte die Mühe wert sein, sich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen und bei der Suche nach der PKV die richtige Wahl zu treffen.
Die bereits erwähnte Hürde, die es nicht jedem ermöglicht, von der gesetzlichen in eine günstige private Krankenversicherungüberzusiedeln, betrifft den Berufsstand bzw. das Einkommen. Selbstständigen, Freiberuflern sowie Beamten steht es grundsätzlich frei, sich privat zu versichern. Bei Arbeitnehmer gibt das Jahresgehalt den Ausschlag, ob die Schranke geöffnet wird oder nicht. Dafür wurde die so genannte Jahresarbeitsentgeltsgrenze geschaffen. Ein Wert, der überschritten werden muss, damit die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung erlischt. Unterschieden wird zwischen der allgemeinen Grenze und der besonderen Grenze. Die allgemeine Grenze gilt für alle Arbeiter und Angestellten, deren Gehalt nach dem 1. Januar 2003 höher lag. Seit dem 1. Januar 2008 liegt diese Grenze bei 48.150 Euro. Die besondere Grenze liegt etwas niedriger. Sie beträgt seit 2009 44.100 Euro, und betrifft jene, die bereits am 31. Dezember 2002 versicherungsfrei und privat versichert waren.
Ob man sich bei Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltsgrenze weiterhin freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert oder doch in die PKV geht, sollte von den Lebensumständen abhängig gemacht werden. In der gesetzlichen Krankenversicherung sind Kinder beispielsweise kostenfrei mitversichert. Das ist in der privaten Kasse nicht möglich. Für sie muss ein eigener Vertrag abgeschlossen werden. Die Beiträge richten sich dabei nicht nach dem Einkommen. Hier gelten andere Gesichtspunkte. Das sind neben Alter und Geschlecht vor allem die gewünschten Leistungen – Heilpraktiker, Einbettzimmer und Chefarztbehandlung sind nur wenige Beispiele. Hinzu kommen Risikozuschläge, die fällig werden, sollte man beispielsweise übergewichtig sein oder rauchen. Beitragsanpassungen richten sich danach, wie die Kosten im Gesundheitswesen steigen. Obwohl die privaten Versicherer Altersrücklagen bilden, müssen Versicherte damit rechnen, im Alter recht hohe Beiträge zu zahlen. Das muss berücksichtigt werden. Günstiger ist es, dafür nur mit dem Leistungsumfang der gesetzlichen Kassen, wenn man den Standardtarif bzw. ab 2009 den Basistarif wählt.
Weitere, im Zusammenhang mit privaten Krankenversicherungen immer wieder auftauchende Fragen, beantworten unsere nachfolgenden Ratgeber:
- Welche Erstattungsleistungen habe ich bei einer privaten Krankenversicherung?
- Erstattungsleistungen im ambulanten Behandlungsbereich
- Erstattunggsleistungen im zahnärztlichen Behandlungsbereich
- Welche Leistungen werden generell von einer privaten Krankenversicherung übernommen?
- Hilfsmittel
- Heilpraktiker
- Physikalische Therapie
- Fahrtkosten
- Welche Möglichkeiten habe ich als Versicherungsnehmer bei Leistungskürzungen?
- Wie stelle ich einen Antrag zur Übernahme angefallener Versicherungsleistungen?
- Muss ich Originalbelege einreichen oder genügen auch Kopien?
- Was hat es mit dem Heil- und Kostenplan bei Zahnersatzbehandlungen auf sich?
- Muss ich die Übernahme der Kosten für spezielle Behandlungen vorher abklären?
- Wie werden Fahrtkostenbelege berücksichtigt?
- Wie verhalte ich mich, wenn die Antragsbearbeitung zu lange dauert?
- Gibt es die optimale private Krankenversicherung?
- Was muss man beim Wechel der PKV oder in die GKV beachten?
Für einen reellen Versicherungsvergleich zur privaten Krankenversicherung, mit dessen Ergebnissen man arbeiten kann, sollte vorher überlegt werden, welche Leistungen gewünscht sind. Nur so kann man die Prämien gegenüberstellen und sich ein Bild vom Preis-Leistungsverhältnis machen.
Einen Vergleich sowie ein individuelles Angebot für eine private Krankenversicherung können Sie sich über das nachfolgende Formular ausarbeiten lassen (Versicherungsvermittlung erfolgt über die Transparent GmbH & Co. KG):
