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Ausbildungsversicherung
Für ihre Kinder ist Eltern nichts zu teuer. Rechnet man die Beträge zusammen, die Vater und Mutter von der Geburt des Sprösslings bis zur Volljährigkeit investieren, ergibt sich eine stattliche Summe, die häufig weit über dem liegt, was für ein Eigenheim bezahlt werden müsste. Mit dem 18. Lebensjahr endet die Sorge um den Nachwuchs jedoch nicht, sondern wächst meist noch, gemäß dem Motto „kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen“. Ein Problem, vor dem die Eltern stehen, wenn die Schulzeit dem Ende zugeht, ist die Ausbildung. Jeder weiß, wie schwer es ist, eine Lehrstelle zu finden. Viele Jugendliche sind froh, wenn sie einen Vertrag unterschreiben können, selbst, wenn sie hunderte Kilometer von zu Hause entfernt einen Beruf erlernen müssen. Die Kosten für eine Wohnung, vielleicht ein Auto, entstehen auch bei Schulabgängern, die sich für das Studium entscheiden. Um dem Nachwuchs dafür ausreichend Kapital an die Hand geben zu können, wird fleißig gespart, teils in Form einer Ausbildungsversicherung.
Sie wird von den Eltern, manchmal auch von den Großeltern abgeschlossen. Damit gelten sie als Versicherte und zahlen bis zu einem vereinbarten Zeitpunkt – ob nun ein bestimmtes Lebensalter oder das Ende der Schulzeit – die Beiträge. Das Geld wird dann an den Jungen oder das Mädchen ausgezahlt, damit eine solide Basis für den Start in das Berufsleben vorhanden ist und nicht von Anfang an Schulden gemacht werden müssen, um die nötigen Anschaffungen finanzieren zu können. Wie hoch die Versicherung abgeschlossen wird, liegt bei den Versicherungsnehmern und ihren Möglichkeiten; je nachdem, wie viel Geld im Monat für die Ausbildungsversicherung erübrigt werden kann.
Sollte der Versicherungsnehmer während dieser Zeit sterben, sehen die meisten Versicherungsbedingungen vor, dass die Unternehmen die Beiträge bis zur Fälligkeit zahlen. Damit bleibt der Versicherungsschutz in der vereinbarten Höhe bestehen und muss nicht mit Verlusten oder geringeren Auszahlungen gerechnet werden. Wenn auf der anderen Seite das Kind oder der Jugendliche stirbt, sollte die Möglichkeit bestehen, den Vertrag auf eine andere Person zu überschreiben.
Betrachtet man die Ausbildungsversicherung genau, handelt es sich um eine modifizierte Lebensversicherung, deren Auszahlungsbetrag nicht für das Alter, sondern die ersten Schritte im Erwachsenenleben bestimmt ist. Ob es sich rentiert, die monatlichen Beiträge in eine Versicherung zu investieren oder auf andere Weise anzulegen, zeigt ein Versicherungsvergleich. Die Rendite oder Überschussbeteiligung für eine Ausbildungsversicherung schwankt sehr stark. Aufgrund der großen Unterschiede ist ein Vergleich der Konditionen immer angebracht. Parallel dazu raten Experten, auch nach anderen Sparformen zu schauen, die mehr bringen könnten als eine Ausbildungsversicherung. Allerdings muss diese Anlage dann auch im Namen des Kindes erfolgen – teils mit erheblichen steuerlichen Vorteilen –, damit gewährleistet ist, dass beim Tod eines Elternteils oder beider Eltern das Kapital für die Ausbildung zur Verfügung steht.
