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Schuldscheindarlehen (SSD)
Ein Schuldscheindarlehen (SSD) ist eine Kombination aus Konsortialkredit und Anleihe. Es eignet sich in erster Linie für mittelständische Unternehmen, welche dadurch die Basis ihrer Gläubiger diversifizieren – also verbreitern – können.
Geldgeber bei Schuldscheindarlehen
Geldgeber sind bei einem Schuldscheindarlehen in erster Linie die Sparkassen und Genossenschaftsbanken sowie kleinere privatwirtschaftliche Kreditinstitute. Für diese hat ein Schuldscheindarlehen den Vorteil, dass seine Anforderungen an die Kapitalmarktfähigkeit (HGB/IFRS und Reporting) sehr gering sind.
Zinsen und Nebenkosten bei Schuldscheindarlehen
Die Zinssätze von Schuldscheindarlehen sind höher als diejenigen von Anleihen, allerdings sind die Nebenkosten geringer – sogar geringer als bei einem Kredit.
Rechtliche Einstufung
Im deutschen Recht werden Schuldscheindarlehen als Kredit eingestuft, was für Geldgeber bedeutet, dass keine Marktbewertung durchgeführt werden muss.
Besicherung
In der Regel sind Schuldscheindarlehen unbesichert und ihr Volumen bewegt sich im zwei- bis niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
