Finanzierungsvergleich
Avalkredit
Asset Backed Securities
Beteiligungskapital
Business Angels
Bürgschaft
Factoring
Konsortialkredit
Leasing
Lieferantenkredite
Mezzanine-Kapital
Schuldscheindarlehen
ERP-Kapital für Gründer
Förderprogramme der Länder
KfW-ERP-Innovationsprogr.
KfW ERP-Kapital Gründung
KfW ERP-Kapital Wachstum
KfW ERP-Regionalförderprogr.
KfW Kapital für Arbeit u. Inv.
KfW-Mikrodarlehen
KfW-StartGeld
KfW-Unternehmerkredit
KfW ERP-Kapital Wachstum
Förderprogramme der EU
Leasing
Nicht alles, was ein Unternehmer für sein Unternehmen benötigt, muss er zwangsläufig kaufen. Wer ohne den Einsatz von Eigenkapital investieren möchte, kann dies tun, indem er bestimmte Güter beispielsweise least.
Beim Leasing handelt es sich um eine Sonderform des Mietens. Während man sich beim Mieten wenig Gedanken um Wartung und Instandsetzung des gemieteten Gegenstandes machen muss, wird dies beim Leasing voll auf den Leasingnehmer abgewälzt. Im Gegenzug dafür erhält der Leasingnehmer die Möglichkeit, das Leasinggut nach dem Ende der vertraglich vereinbarten Laufzeit käuflich zu erwerben. Falls er dies jedoch nicht wünscht, gibt er es einfach an den Leasinggeber zurück.
Wer Baumaschinen, Fahrzeuge, Werkzeuge und sonstige Arbeitsmaterialien least, kann die dafür entstehenden monatlichen Leasingkosten steuerlich sofort als Betriebsausgaben absetzen, aber auch nur dann, wenn das Leasinggut später nicht zwangsläufig in den Besitz des Leasingnehmers übergeht.
Man unterscheidet beim Leasing unter anderem zwischen folgenden Vertragsformen:
- Vollamortisation
Hier wird der gesamte Aufwand des Leasinggebers, sprich sowohl die Herstellungskosten des Leasingobjektes, als auch die dafür notwendigen Nebenkosten, wie Finanzierungskosten und der Gewinn des Leasinggebers bis zum Ende der Laufzeit voll bezahlt. Bei diesem Vertrag kann beispielsweise bestimmt werden, dass nach dem Ende der Laufzeit der Leasingnehmer eine Kaufoption ausüben kann oder aber das Objekt zu dann vergünstigten Bedingungen weiter least. - Teilamortisation
Bi dieser Form wird nur ein Teil der entstandenen Kosten über die Laufzeit amortisiert. Es besteht also ein Restwert zum Ende der vertraglich vereinbarten Laufzeit.
Ein weiterer Vorteil des Leasings besteht unter anderem darin, dass man von Anfang an mit festen Kosten kalkulieren kann, da sich die Leasingraten während der Vertragslaufzeit nicht verändern werden. Laufen Ihre Geschäfte optimal, dann finanziert sich der Leasinggegenstand nicht nur selbst, sondern erwirtschaftet hoffentlich auch einen Überschuss. Die Leasingobjekte verbleiben während der Laufzeit im Eigentum und damit auch in der Bilanz des Leasinggebers, was bilanzielle Vorteile im Vergleich zu einer Finanzierung mit sich bringt, bei welcher das finanzierte Objekt ja in der Bilanz des Unternehmens aktiviert werden muss.
Es darf natürlich nicht verschwiegen werden, dass das Leasen eines Objektes höhere Kosten verursachen kann, als wenn man es direkt kaufen würde. Schließlich erwartet auch der Leasinggeber einen Gewinn und auch das Ausfallrisiko will kalkuliert und finanziert sein.
Sale and Lease Back
Falls man schon im Eigentum einer Immobilie oder eines mobilen Gegenstandes ist, kann man diesen beispielsweise einer Leasingfirma verkaufen und gleichzeitig darüber einen Leasingvertrag abschließen. Diese Sonderform des Leasings wird Sale and Lease Back genannt. Die Einnahmen durch den Verkauf erhöhen dabei die Liquidität des Unternehmens, was in Zeiten von Basel II mitunter auch nicht zu verachten ist.
Cross Border Leasing
Eine weitere Sonderform des Leasings ist das so genannte Cross Border Leasing, bei dem Leasinggeber und Leasingnehmer in unterschiedlichen Staaten ansässig sind. Cross Border Leasing nutzt die unterschiedliche Gesetzgebung der Staaten, um daraus steuerliche Ersparnisse zu generieren. Meist wurde diese Art des Leasings bisher von Gemeinden und Kommunen genutzt.
