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Gründungsfinanzierung

Finanzierungsangebote für Existenzgründer und Unternehmensgründer

Während es gestandene Unternehmen anhand meist langjähriger Bilanzen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen bei entsprechender Finanzlage noch relativ einfach haben, an frisches Kapital – egal ob Eigen- oder Fremdkapital – zu gelangen, sieht dies bei Unternehmensgründern ganz anders aus. So genannte Business-Angels oder Venture-Capital-Geber beteiligen sich an neu gegründeten Unternehmen nur dann, wenn sie das Chance-Risiko-Verhältnis überzeugt, das Unternehmen also einen nachhaltigen Businessplan vorlegen kann und dem Investor eine angemessene Verzinsung seines eingesetzten Kapitals bietet.

Neben privaten Geldgebern und Wagniskapitalgebern können Unternehmensgründer oftmals aber auch auf öffentliche Kapitalgeber zurückgreifen. So bieten etwa die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder die Investitionsbank Berlin (IBB) zinsgünstige Förderkredite, wobei speziell die Angebote der IBB bis zu einer Höhe von 5.000 Euro sogar einen Businessplan vorzulegen innerhalb von etwa zwei Wochen genehmigt werden können.

Eine Auswahl von Möglichkeiten und Quellen zur Gründungsfinanzierung haben wir nachfolgend für Sie zusammengestellt:

Venture-Capital-Gesellschaften – Branchenverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK)

Venture-Capital-Gesellschaften stellen als Geldgeber eine seit Jahrzehnten verbreitete und schon als klassisch zu bezeichnende Kapitalquelle für junge bzw. neu gegründete Unternehmen dar. Der Branchenverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) unterstützt Gründer dabei mit einer Suchmaschine, welche innerhalb kürzester Zeit potenzielle Investoren für ein bestimmtes Gründungsvorhaben auswirft. Zu erreichen ist diese Suchmaschine über den oben stehenden Link zum BVK.

Business Angels

Business Angels sind in der Regel vermögende Privatinvestoren oder institutionelle Kapitalgeber, die jungen Unternehmen oder Startups nicht nur mit Geld, sondern meist auch mit ihrem Kontaktnetzwerk zur Seite stehen. Im Gegenzug werden Business Angels oftmals direkt am finanzierten Unternehmen beteiligt, da sie durch ihr Wissen direkt für dessen Erfolg mitverantwortlich zeichnen und dementsprechend auch eine erfolgsabhängige Beteiligungskomponente wählen. Regionale Business-Angels können Unternehmensgründer und Startups beim Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. – kurz BAND – finden.

Staatlich geförderte Existenzgründerprogramme

Auch Bund und Länder bieten Existenzgründern und Startups verschiedene Finanzierungsangebote an. So gibt es etwa das BMWi Existenzgründungsportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, welches neben verschiedenen Finanzierungsmodellen auch die ersten Schritte in die berufliche Selbstständigkeit erklärt. Das EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie unterstützt Existenzgründer und -gründerinnen aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen von der Erstellung des Businessplanes bis hin zur Finanzierung der Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren sowie der Umsetzung innovativer wissensbasierter Dienstleistungen.

Auch die KfW Mittelstandsbank der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau unterstützt Existenzgründer und Startups mit einer Vielzahl von Programmen zur Gründungsfinanzierung. So gibt es unter anderem das Programm „Gründercoaching Deutschland“, in dessen Rahmen junge Unternehmen, deren Gründung nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, Zuschüsse zu Coachingkosten durch einen Unternehmensberater erhalten. Das KfW-StartGeld hingegen richtet sich ebenfalls an Existenzgründer, Freiberufler und kleine Unternehmen, welche jünger als drei Jahre sind, und unterstützt diese mit einer maximalen Finanzierungssumme von 50.000 Euro. Das KfW Unternehmerkapital ist ein langfristiges Nachrangdarlehen in Höhe von maximal 500.000 Euro, welches sich sowohl an Existenzgründer als auch an Freiberufler sowie junge und bereits etablierte Unternehmen richtet. Mit maximal 10 Millionen Euro pro Vorhaben stellt der KfW Unternehmerkredit ein sehr umfangreiches Förderprogramm dar, mit welchem sich auch Existenzgründungen mit hohem Finanzbedarf umsetzen lassen.

Technologielastige Startups können auch Mittel aus dem High-Tech Gründerfonds beantragen, welcher vom Bund, der KfW Bankengruppe und Unternehmen aus der Wirtschaft aufgelegt wurde und gemeinsam betrieben wird.

Staatliche Förderbanken

Neben der bereits erwähnten KfW Mittelstandsbank gibt es eine ganze Reihe weiterer staatlicher Banken, welche Existenzgründern und Startups mit Förderdarlehen unter die Arme greifen. Einen umfassenden Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union gibt dabei die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

Auch die einzelnen Landesbanken stellen Existenzgründern und jungen Unternehmen zinsgünstige Darlehen und Finanzierungsangebote zur Verfügung. Die NRW.BANK etwa, die am 31. März 2004 aus der Landesbank NRW hervorgegangen ist, hat ihr Angebot in Form eines Mittelstands- und Existenzgründerportals ins Netz gestellt.


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