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Förderprogramme der Europäischen Union

Fördermittel und Beihilfen der EU

Neben allerhand anderen Finanzierungsarten besteht für Unternehmen auch die Möglichkeit, auf Beihilfen der Europäischen Union (EU) zu setzen. Es gibt eine Unzahl von Förderprogrammen, die die Europäische Union aufgelegt hat, um Finanzhilfen aus ihrem Etat an die Begünstigten zu verteilen. So wurden beispielsweise knapp 25.000 Euro für eine Untersuchung ausgegeben, die die Möglichkeiten der Einbindung Guinea Bissaus in den Handel mit Europa ausloten sollte. Oder die EU hat sich mit 50 Prozent, beziehungsweise 154 Millionen Euro an den Entwicklungskosten des europäischen Navigationssystems Galileo beteiligt.

Ein großer Teil der Beihilfen fließt jedes Jahr in die neuen Mitgliedstaaten, um sie im institutionellen und administrativen Bereich fit zu machen für die EU. Dies wird übrigens auch in den Bewerberländern und den potentiellen Bewerberländern vorbeugend durchgeführt.

Auch die Fischindustrie gehört zu den Beihilfeberechtigten, hier werden etliche Studien von der EU mitfinanziert, von der schiffstechnischen Überwachung der Fangschiffe bis hin zur Förderung des Aufbaus einer europaweit gültigen Fisch-Datenbank.

Viel Geld wird allerdings dafür aufgewendet, den Bürgern und Bürgerinnen der EU deren Vorzüge beizubringen. Dazu wurden und werden dann Firmen aufgefordert, sich daran zu beteiligen, um beispielsweise EU-Clips zu produzieren, die dann via Handy, Internet oder Radio publiziert werden sollen.

Darüber hinaus gibt es für alle Bundesländer gezielte Informationen, welche Orte und Bereiche wie gefördert werden. So fließen beispielsweise jährlich rund 100 Millionen Euro aus den EU-Töpfen nach Hamburg, die dort für Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekte ausgegeben werden können. Weitere 4,3 Millionen Euro werden zur Förderung der Bereitstellung von Gewerberäumen auf St. Pauli zur Verfügung gestellt. Damit sollen dann gezielt vor allem Kleingewerbe und kleine junge Unternehmen dort angesiedelt werden. Oder es werden Gewerbe- und Innovationszentren wie das zum Beispiel von Detmold mit knapp 300.000 Euro bezuschusst.

Deutsche klein- und mittelständische Unternehmen können selbstverständlich auch Beihilfen der EU erhalten. Dies ist zum einen im Bereich von Investitionsbeihilfen vorgesehen, aber auch in Form von Beihilfen für Beratungsdienste oder die Teilnahme an Messen und Ausstellungen. Auch wer Forschung betreibt, kann sich Beihilfen sichern. Hier reicht die Höhe von 100 Prozent für Grundlagenforschung über 60 Prozent für industrielle Forschung bis hin zu 35 Prozent für vorwettbewerbliche Forschung.

Selbst für Vorstudien gibt es EU-Beihilfen, sofern sich diese Studien damit befassen, ob sich die geplante Forschungstätigkeit überhaupt technisch durchführen lässt. Forschung und Entwicklung innerhalb der Mitgliedsstaaten ist ein Anliegen der EU, welches sie nach besten Kräften unterstützt. So gewährt sie folgerichtig auch Beihilfen für Patentkosten.

Wenn Sie also für Ihr Vorhaben planen, EU-Fördermittel zu beantragen, dann sollten sie so rechtzeitig wie nur irgend möglich damit beginnen, da die Töpfe nicht beliebig groß sind, um immer alle Interessenten zu bedienen. Machen Sie sich außerdem auf einen Berg von Formularen gefasst, die sie dafür ausfüllen müssen. Aber bekanntlich haben die Götter vor den Lohn den Schweiß gesetzt. Detaillierte Informationen zu allen aktuellen EU-Finanzhilfen und Förderprogrammen finden Sie unter anderem direkt an der Quelle, auf dem Portal der Europäischen Kommission:

Beihilfen, Fonds und Programme der Europäischen Union >>>


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