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Beteiligungskapital
Mit Beteiligungskapital bezeichnet man dasjenige Kapital, welches ein Investor zur Verfügung stellt, um sich an einer schon vorhandenen Firma zu beteiligen. Diese Art der Beteiligung ist meist längerfristig angelegt und muss auch nicht zwingend zurückbezahlt werden.
Das privat investierte Beteiligungskapital ist im englischen auch unter dem Begriff Private Equity oder Venture Capital bekannt, wobei privat nicht immer bedeutet, dass das Geld aus privaten Quellen stammt. Es gibt mittlerweile Anleger, die ihr Kapital in Firmen organisiert haben, hier spricht man dann von den so genannten institutionellen Anlegern.
Seitdem in Deutschland der Verkauf von Unternehmensbeteiligungen steuerfrei ist, sind auch die hier investierten Summen an privatem Beteiligungskapital explosionsartig nach oben geschnellt. Gerade vor dem Hintergrund stark gestiegener Anforderungen seitens der Banken bei einer Kreditaufnahme - Stichwort Basel II - gewinnt das Beteiligungskapital aus privater Hand zunehmend an Bedeutung. Leider werden solche Unternehmen seit ihrer Brandmarkung durch Herrn Müntefering als Heuschrecken verstärkter Kritik ausgesetzt, was aber hinsichtlich der von ihnen zu erreichenden Ziele eigentlich überflüssig ist. Zugegeben, Private Equity Firmen streben an, dass das von ihnen investierte Geld, welches zum überwiegenden Teil eben auch aus Darlehen besteht, möglichst schnell Gewinne erwirtschaftet, um so das aufgenommene Darlehen möglichst zügig zurückzahlen zu können. Aber ist ein solches Vorgehen bei einer Unternehmensbeteiligung verwerflich? Okay, diesen Kapitaldienst kann manches Unternehmen nur leisten, indem es sich sehr starken Veränderungen unterwirft, um massiv Kosten einzusparen. Aber erst dann, wenn dies auch zu Lasten des Ertrages geht, ist langfristig betrachtet niemandem damit geholfen, dass man lediglich um des Sparens willens spart und Unternehmen von Grund auf neu strukturiert.
Im Gegensatz zu Business Angels, die sich in der frühestmöglichen Phase einer Firmenneugründung beteiligen, steigen Beteiligungsgesellschaften mit ihrem Venture Capital erst dann ein, wenn schon die ersten Erfahrungen gemacht wurden. Anders als beim Private Equity handelt es sich hierbei allerdings anfangs meist um eine spekulative Anlageform, die erst mittelfristig, also nach fünf bis sieben Jahren ihren erhofften Profit beim Verkauf der Beteiligung abwerfen wird.
Es gibt auf dem Markt auch spezialisierte Unternehmen, die ausschließlich Firmen Wachstumskapital zu Verfügung stellen, welche beispielsweise planen, an die Börse zu gehen oder sich wiederum an anderen Unternehmen beteiligen möchten. Bevorzugte Branchen sind meist (Hoch-)Technologie, IT-, Gen- und Biotechnik, sowie das Internet.
