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Welche Versicherungen benötigt man beim Berufsstart?
Wenn die Schule oder das Studium geschafft ist, beginnt der Ernst des Lebens. Die Absolventen stehen nicht nur vor der Frage der Ausbildungsvergütung, sondern auch, vor der Entscheidung, welche Versicherung sinnvoll ist. Nachfolgend verschaffen wir einen kurzen Überblick über die wichtigsten Versicherungen:
Krankenversicherung
Jeder, der im Berufsleben steht braucht eine Krankenversicherung. Die Krankenkasse kann jeder frei wählen. Jedoch ist zu beachten, dass sich jeder Lehrling spätestens 14 Tage nach Beginn der Ausbildung entschieden haben muss.
Hinweis: Wer bislang privat versichert war, kann mit Beginn der Versicherungspflicht in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Der Bund der Versicherten rät allerdings, die private Versicherung als Anwartschaft neben der gesetzlichen Krankenkasse weiterlaufen zu lassen. Ein späterer Wechsel ist dann nämlich ohne Gesundheitscheck möglich.
Berufsunfähigkeitsversicherung
Es passiert ein Unfall oder man wird plötzlich krank und kann den Beruf nicht mehr ausüben. Gut ist es in diesem Fall, wenn man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat. Denn dann erhält der Versicherungsnehmer von seiner Versicherung eine monatliche Rente. Gerade für Berufseinsteiger ist diese Versicherung sehr wichtig, da die gesetzliche Absicherung für diese meist keine oder nur eine sehr geringe Erwerbsminderungsrente vorsieht.
Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitspolice sollte allerdings dann erfolgen, wenn man kerngesund ist, denn schon kleine Beeinträchtigungen machen den Vertrag teurer oder führen gar zu einer Ablehnung.
Unfallversicherung
Wer keine Berufsunfähigkeitsversicherung erhält, sollte sich auf jeden Fall für die Unfallversicherung entscheiden. Eine Unfallversicherung tritt bei dauerhaften Schäden nach einem Unfall ein. Wie die Erfahrung allerdings zeigt, führt in 90 Prozent der Fälle eine Krankheit zu dauerhaften Schäden, die eine Unfallversicherung nicht abdeckt. Sie sollte deshalb nur zweite Wahl sein. Im Betrieb und auf dem Arbeitsweg schützt die gesetzliche Unfallversicherung.
Haftpflichtversicherung
Wer einem anderen einen Schaden zufügt, egal ob unabsichtlich oder aus Unachtsamkeit, muss für diesen haften. Gerade Personenschäden können sehr schnell teuer werden – Schmerzensgeld, Schadenersatz, Entschädigungszahlungen, können schon einmal in den siebenstelligen Bereich gehen. Deshalb ist die Privathaftpflichtversicherung ein Muss. Denn schon eine kleine Unachtsamkeit kann zum persönlichen Ruin führen.
Andere Versicherungen
Wer mit der Lehrzeit auch seine erste Wohnung bezieht, sollte darüber nachdenken, eine Hausratversicherung abzuschließen. Mit dieser sind Schäden abgedeckt, die durch Feuer, Rohrbruch, Diebstahl oder Sturm entstanden sind. Ob der Abschluss sich lohnt, sollte vom Wert der Einrichtung abhängig gemacht werden.
Wer ein eigenes Fahrzeug besitzt, braucht eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Da Fahranfänger allerdings mit sehr hohen Beiträgen einsteigen, kann der Wagen günstiger über die Eltern angemeldet werden.
