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Subprimes

Was sind Subprimes?

Online Kredit der TARGOBANKDas Wort Subprimes geistert seit mehr als einem Jahr durch die Finanzwelt und dennoch wissen viele nicht, was dies eigentlich ist. Dabei ist es wichtig, zu erkennen, dass es die Subprimes waren, welche die Immobilienkrise in den USA und in der Folge davon die weltweite Finanzkrise ausgelöst haben. Die schwerste Krise seit Ende des Zweiten Weltkrieges wird noch so einige Zeit durch unsere Welt ziehen und die Wirtschaft so manches Landes peinigen. Dennoch ist es relevant, ein solches Verhalten zu vermeiden, das in der Vergangenheit zur Krise geführt hat, um in Zukunft nicht mehr solche unsicheren Geschäfte zu machen.

Aber was sind Subprimes nun wirklich? Wieso wird nicht einfach ein anderes Wort verwendet, das verständlicher ist? Die erste Frage wird gleich erläutert werden – die zweite ist ganz einfach zu beantworten: In unserem Sprachgebrauch gibt es keine mit ein oder zwei Worten zu benennende Erklärung für Subprimes.

Sie scheinen eine typische US-amerikanische Erfindung zu sein, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten scheint man es nämlich nicht so genau zu nehmen mit der Liquidität von Kreditkunden. Denn: Subprimes sind hoch verzinste Hypotheken, und zwar genau für jene Menschen, die einen sehr schmalen Geldbeutel haben. Also eine Klientel an Kreditwilligen, die in Deutschland nur sehr bedingt Kredite erhalten, auf keinen Fall aber in der Größenordnung, um sich ein Haus davon finanzieren zu können.

Dass die Banken in den USA massenweise solche Kredite im Subprime-Stil verschleudert haben, ohne sich selbst zu mäßigen, führte eines Tages zu einem Platzen der Seifenblase, als viele Hausbesitzer ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen konnten durch einen erneuten Anstieg der Hypothekenzinsen. Es ist die Rede von 1,3 Billionen US Dollar, die sich so in Luft aufgelöst haben, zur Obdachlosigkeit von hunderttausenden von Eigenheimbesitzern in den USA geführt haben und die zu Bankenpleiten und dem Einbrechen von Aktienkursen in aller Welt geführt haben.

Subprimes werden auch als faule Kredite bezeichnet, weil sie eben so schnell platzen können, auf der anderen Seite aber eine Menge an Rendite bringen können für die Geldinstitute, die solche Kredite vergeben.

Den Markt für Subprimes gibt es erst seit 15 Jahren, nun hat er jedoch dafür gesorgt, dass die globale Finanzwirtschaft begonnen hat, zu kollabieren. Der Subprime-Markt war seitdem jahrelang ein gut funktionierender Markt, da es nur wenige Ausfälle an Rückzahlungen gab, welche die Banken immer wieder auch auffangen konnten. Als jedoch die Kreditzinsen anfingen zu steigen, und die sowieso schon teuren Darlehen noch teurer wurden, und es gleichzeitig zu Einkommensausfällen durch gestiegene Arbeitslosigkeit und eine beginnende Inflation in den USA kam, wurde die Haut der Blase dieser Art von Krediten immer dünner und platzte schließlich eines Tages.

Hätte dies nur Auswirkungen auf die Finanzwirtschaft in den USA gehabt, wären die Folgen zwar zum Teil zu uns übergeschwappt, aber nur im bedingten Maße. Leider hatten jedoch Banken aus aller Welt auf den Subprime-Markt in den USA gesetzt und sich damit selbst Richtung Abgrund gezogen. In den USA sind inzwischen 17 Banken bis zum Abgang kollabiert. In aller Welt kam es zu Abschreibungen in der Höhe von bald mehr als zwei Billionen US-Dollar. Die Finanzwelt hatte ihren Verdienst aufgebaut auf dem Rücken derer, die nicht viel haben und hat sie erst zum Abgrund geführt und ist dann mit ihnen gemeinsam Richtung Abgrund gegangen.

Heute zahlen wir alle für die Folgen dieses Bankrotteur-Verhaltens der Banker, die nur ihren Verdienst, nicht aber die Zukunft der globalen Finanzwelt im Auge hatten. Schneller Verdienst, gute Boni, möglichst viel Rendite, so kam es zu den vielen Kreditvergaben auf dem Subprime-Markt. Und in der Folge davon eben auch zu den vielen Ausfällen bei der Rückzahlung. Heute steht der Immobilienmarkt in den USA im Aus und wird Jahre brauchen, um sich von all dem zu erholen, was in den letzten Monaten passiert ist.

Nicht immer geht es vom Tellerwäscher zu Millionär in dem Land der doch begrenzten (finanziellen) Möglichkeiten, häufig eben auch vom Hausbesitzer zum Obdachlosen, dank der Subprimes, die Geld gewährt haben für Kredite, die früher oder später sowieso nicht mehr würden zurückgezahlt werden können. Natürlich ist dies kein Votum gegen eine Fremdfinanzierung von Immobilien durch Kredite. Ganz im Gegenteil. Doch es ist wichtig, aufzupassen, sich seiner Möglichkeiten immer wieder selbst bewusst zu sein und vor allem keine Kredite zu überzogenen Zinsen aufzunehmen. Und: Ein guter Happen an Eigenkapital sollte bei der Finanzierung des Eigenheims vorhanden sein.

Damit es nicht zu solchen chaotischen Zuständen wie in den USA kommt, wo das Eigenkapital manchmal eine unwichtige Nebenrolle zu spielen schien. Eigenheim ja, Finanzierung dafür aus fremder Hand ja, aber eben mit dem richtigen Kredit und den richtigen Konditionen. Dann lässt sich der Traum vom eigenen Heim auch ohne Bedenken und ohne irgendwann zerplatzende Seifenblase erfüllen!



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