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Credit Default Swaps

Credit Default Swaps (CDS)

Obwohl es Credit Default Swaps schon seit rund zehn Jahren gibt, sind sie den meisten Anlegern bzw. Verbrauchern erst seit der US-Finanzkrise ein Begriff. Ein Credit Default Swap (CDS) stellt ein Derivat (ein abgeleitetes Wertpapier) dar, mit dem die Ausfallrisiken für Anleihen oder Kredite handelbar gemacht werden. Über einen CDS kann ein Kreditinstitut, eine Versicherung oder ein Wertpapierhandelsunternehmen die Risiken eingegangener Geschäfte versichern. Gehandelt werden diese Derivate allerdings nicht an den normalen Börsenplätzen, sondern außerbörslich, weshalb sich sowohl Preisfindung als auch Volumen der gehandelten Papiere für Außenstehende nicht so einfach erschließen.

Innerhalb des letzten Jahrzehnts hat sich der Handel mit Credit Default Swaps unglaublich entwickelt. Schätzten Experten das gehandelte Volumen im Jahr 2000 auf rund 1.000 Milliarden US-Dollar, so wuchs dieses bis Ende 2007 auf rund 62.000 Milliarden US-Dollar, also mehr als das Sechzigfache an.

Funktionsweise

Mitte der 1990er Jahre entwickelt, ermöglichten es Credit Default Swaps institutionellen Anlegern erstmals, Veränderungen im Renditeunterschied von privatwirtschaftlichen verbrieften Forderungen und Staatsanleihen, so genannte Credit Swaps, zu handeln. Die so genannte Prämie bezeichnet dabei die Differenz der Rendite derartiger Papiere im Vergleich zu sicheren Staatsanleihen. Sie wird in Basispunkten angegeben, wobei ein Basispunkt 0,01 Prozent des Nennwerts der betreffenden verbrieften Forderung entspricht.

Käufer solcher CDS sind in erster Linie institutionelle Investoren, die eine Absicherung gegen eine Ausweitung des eben beschriebenen Credit Swaps, also des Renditeunterschieds der privatwirtschaftlichen Forderungen im Vergleich zu Staatsanleihen, suchen. Aber auch Spekulanten sind am Markt anzutreffen. Sie besitzen zwar keine entsprechenden Forderungen, die verbrieft werden können, wollen aber von Veränderungen der Risikoprämie profitieren. Fällt ein über einen CDS versicherter Kredit aus, steht dem Käufer die Differenz zwischen dem Nennwert des betreffenden Papieres und dem noch zu erlösenden Preis zu.

Risiken

Über Credit Default Swaps kann sich ein Unternehmen also gegen die Kosten eines Kreditausfalls versichern. Problematisch wird es nur, wenn - wie seit 2007 zu beobachten - diese Kosten förmlich explodieren. Im Verlauf der US-Hypothekenkrise sprangen die Risikoaufschläge, also die Credit Swaps, zwischen den Forderungen aus niedrig besicherten Hypothekenkrediten (so genannte Subprime-Kredite) und Staatsanleihen von bis dahin im Schnitt 30 Basispunkten (0,30 Prozentpunkten) auf bis zu 1.000 Basispunkte (10 Prozentpunkte) nach oben. Wer, etwa als Hedgefonds, auf diesen Anstieg gesetzt hatte, konnte Milliarden verdienen. Die Unternehmen hingegen, welche sich über die CDS gegen die Kosten von Kreditausfällen versichert hatten, kamen in finanzielle Schwierigkeiten, da sie ihre Kredite eben nur noch zu den förmlich explodierten Kosten gegen Ausfälle versichern konnten.



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