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Betrachtungen zur Entwicklung der Altersarmut
Die Zahl der deutschen Rentner, die jeden Cent zweimal umdrehen müssen, nimmt zu, eine Vielzahl von ihnen lebt unter der Armutsgrenze.
Von der EU wurde im Jahr 2001 festgelegt, dass all jene als arm geltend, die über weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens eines Landes verfügen.
Allerdings kommt eine aktuelle Studie des Instituts für Demoskopie Allenbach-Institut, die durch die Postbank in Auftrag gegeben wurde, zu dem Ergebnis, dass infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise fast jeder Fünfte seine bestehende private Altersvorsorge gekürzt oder gar aufgelöst.
Fast jeder zweite Bürger will seine private Vorsorge nicht weiter aufstocken. Das Misstrauen der Bürger in Finanzprodukte wird immer größer, 31 Prozent hätten sogar das „Vertrauen in Informationen zur privaten Altersvorsorge verloren.“ Das wird später zum Problem, denn schon jetzt ist sicher, dass die gesetzliche Rente voraussichtlich kaum die Grundsicherung erreichen wird.
Zu denken gibt auch, dass ein Großteil der Befragten die gesetzliche Rente als ausreichend ansieht, obwohl gleichzeitig Rentenkürzungen bekannt sind und eigentlich jeder wissen sollte, dass zumindest eine zusätzliche private Rentenversicherung erforderlich sein wird, um den Lebensstandard auch im Alter zu sichern.
Vom Problem der Altersarmut werden vor allem Geringverdiener, Langzeitarbeitslose und Erwerbsminderungsrentner betroffen sein. Auch berührt das Thema mittlerweile nicht nur mehr Randgruppen, sondern geht bereits in die Mittelschicht hinein. Aber auch Selbststände werden von der Problematik begleitet.
Eine Studie des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA) zum Altersvorsorge-Verhalten der Selbstständigen, die auf Grundlage von neuen Daten zur Vorsorgefähigkeit, Vorsorgebereitschaft und Vorsorgeniveau erstellt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass aufgrund fehlender Vorsorgefähigkeit 11 bis 12 Prozent der Selbstständigen in die „absolute Altersarmut“ rutschen werden, 21 bis 22 Prozent droht eine „relative Armut“, die 60 Prozent des mittleren Einkommens entspricht.
Das durchschnittliche Altersvorsorgevermögen der Selbstständigen beträgt lediglich 5 Prozent des Nettogesamtvermögens. Ganze 10 Prozent der Selbständigen sind überhaupt nicht in der Lage, aus ihrem Nettoeinkommen einen angemessenen Betrag etwa in eine Basisrente zu sparen, der ein Alterseinkommen auf dem Niveau der Grundsicherung sicherstellt.
Finanzexperten warnen davor, Vorsorgeprodukte vorschnell zu kappen oder aufzulösen. Hohe Ertragschancen bei „Null“ Verlustrisiko haben Angestellte bei der Riester-Rente sowie der betrieblichen Altersvorsorge. Selbstständige können mit der Rürup-Rente für den Lebensabend vorsorgen. Alle drei Vorsorgeprodukte werden staatlich gefördert und sind auch im Falle der Arbeitslosigkeit sicher.
Einen Vergleich sowie ein individuelles Angebot zur privaten Altersvorsorge können Sie sich über das nachfolgende Formular ausarbeiten lassen (Versicherungsvermittlung erfolgt über die Transparent GmbH & Co. KG):
