Kredit und Finanzen

Arbeitsmarkt in den USA bricht ein

Nun sind sie veröffentlicht, die Zahlen zum Arbeitsmarkt in den USA. Und sie stimmen nicht gerade optimistisch in Bezug auf den Aufschwung in Nordamerika. Denn eines zeigen die Zahlen: Die Unternehmen sind sehr vorsichtig in Bezug auf Neueinstellungen und Investitionen. Dabei sind genau das die wesentlichen Faktoren, um die Konjunktur wieder anzukurbeln – Investitionen in Arbeitskraft, neue Maschinen und neue Produktionsstätten.

Die Zahlen für August liegen bei einer Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent. Das sind 0,4 Prozent mehr als im Vormonat. Seit achten Monaten baut die Industrie stetig Stellen ab, anstatt neue bereit zu machen. Das führte im August zu einem Abbau von insgesamt 84.000 Stellen und gleichzeitig zu der Tatsache, dass die schlechtesten Arbeitsmarktzahlen seit 4 ½ Jahren im August erreicht wurden. Dies waren übrigens 9.000 Stellen mehr die wegfielen, als die Analysten im Vorfeld vermutet hatten.

Angesichts der aktuellen Arbeitsmarktzahlen gaben die Börsen in den USA nach und gingen in ein Minus. Auch das deutsche Börsenparkett war heute nicht auf der Höhe und so rutschten sämtliche Indizes, nicht nur der Dax, in den Keller. Keine gute Zeit im Moment, wie es scheint. Dabei schien es in den USA langsam wieder bergauf zu gehen. Dem Euro hingegen tat die Bekanntgabe der Zahlen gut – er stieg leicht an gegenüber dem US Dollar. Dieser fiel im Gegenzug und könnte weiter fallen.

Nach der Bekanntgabe der schlechter als erwartet ausfallenden Zahlen des Arbeitsmarkts in den USA vermuten Analysten in der Folge dort das Abrutschen der Wirtschaft in eine Rezession. Die USA kommt also nicht aus Krise, die Hoffnung war wohl nur ein kurzes Aufbäumen vor dem weiteren Weg durch das tiefe Tal, in dem sich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bereits seit längerem befindet. Und es sind auch keine guten Tage für den noch amtierenden Präsidenten und auch nicht für den kommenden. Der eine dankt ab in wirtschaftlicher Ungnade, der andere muss gerade in der Wirtschaftspolitik einen Weg finden, und eine klare Aussage, damit es endlich wieder weitergeht.

Leider haben beide Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen im November dieses Jahres bis jetzt keine klaren Aussagen gemacht zu ihrer künftigen Wirtschaftspolitik im Falle einer Wahl. Gerade hier wird jedoch eine Stellungnahme genau beobachtet werden. Denn das Land kämpft und krankt an drei Fronten: Der Wirtschaftskrise, dem kollabierenden Gesundheitssystem und dem eigentlich nicht zu Ende gegangenen Krieg im Irak. Taten sind hier wichtig, und Hoffnung für einen neuen Weg nach Bush Junior.

Kommentarfunktion ist deaktiviert