Kredit und Finanzen

Die Postbank wird verkauft, aber an andere als gedacht

Die Dresdner Bank und die Commerzbank sind wohl aus dem Rennen bei dem Poker um den Kauf der Postbank. Dies berichtet zumindest am heutigen Tage die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

Klar ist, dass Postchef Frank Appel bereits vorher nicht gerade erpicht war auf die Lösung mit dem Dreigestirn Dresdner Bank, Commerzbank und seiner Bank, dem gelben Riesen.

Weitergehen sollen indes die Gespräch mit der Deutschen Bank und mit ausländischen Interessenten. Denn eines ist sicher: Appel will sich keine „deutsche Lösung“ aufzwingen lassen, wie sie das Bundesfinanzministerium am liebsten sehen würde.

So wird es nun doch wohl zu keinem weiteren deutschen Bankriesen kommen. Ein Gutes hat das ja: Der Markt wird weiter belebt werden durch Konkurrenz und nicht durch Gleichmacherei, weil sowieso alles irgendwie zusammen gehört.

Commerzbank und Dresdner Bank haben sich übrigens selbst aus dem Rennen gekickt. Sie wollten sich zwar gegenseitig in die Karten, sprich in die Bücher schauen lassen, hatten sich aber nicht auf wichtige Punkte einigen können, um dann letztlich auch als gemeinsamer Bieter für die Postbank auftreten zu können.

Das frisch geschürte Bündnis war einfach noch nicht stabil genug für das Bieter-Prozedere bei einer so großen Bank wie der Postbank.

Nun wirft sich die Frage auf, was wird nun aus der angeschlagenen Dresdner Bank, welche durch den Zukauf der Postbank wieder bessere Tage sehen wollte? Der Chef der Allianz, Diekmann, welcher die Dresdner Bank vor einiger Zeit zugekauft hatte, um neben dem Geschäft mit Versicherungen ein Allfinanz-Geschäft aufzubauen, schloss noch im Mai einen Verkauf nicht aus.

Der Reigen auf dem Bankenmarkt in Deutschland geht also munter weiter. Noch letztes Jahr im November schloss der ehemalige Chef der Post, Klaus Zumwinkel, einen Verkauf der Postbank aus. Heute sitzt ein anderer auf dem Thron und muss sich fragen „Wie attraktiv ist die Postbank?“. Dabei will er eine gute, aber nicht unbedingt eine deutsche Lösung.

Das Positive dabei wäre vielleicht, dass nicht so viele Arbeitsplätze wegfallen würden wie bei der Übernahme durch eine deutsche Bank. Wir werden es sehen. Morgen ist ein neuer Tag. Vielleicht sagt Frank Appel uns dann, was nun passieren wird mit der Postbank. Heute schweigt er noch und so geht es weiter, dass Pokerspiel um die Postbank, um welches wir schon seit längerem berichten.

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