Das Auf und ab der deutschen Wirtschaft
„Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt!“ – in diesem Sinne begann das Jahr 2008 und beglückte Deutschland mit einem gewaltigen Wachstum der Wirtschaftsleistung. Die Wirtschaft in Deutschland blühte. Fünf Monate später prognostiziert das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) jetzt aber nur noch ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 0,2 Prozent; letztes Quartal lag das Bruttoinlandsprodukt dagegen noch bei unglaublichen 1,5 Prozent. Was ist passiert?
DIW-Konjunkturexperte Stefan Kooths erklärt: „Nach dem furiosen Jahresauftakt im Vorquartal ist das immer noch ein guter Wert“. Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft läuft also wieder im Normaltempo. Insgesamt wächst die deutsche Volkswirtschaft nach dieser Schätzung in diesem ersten Halbjahr sogar stärker als das in den letzten acht Jahren durchschnittlich der Fall war.
Eine negative Prognose sprachen die Berliner Forscher allerdings für die Baubranche aus. Die Produktion soll hier voraussichtlich um 3,3 Prozent sinken. Grund dafür sei der milde Winter 2007/2008, der es erlaubte viele Bauprojekte vorzeitig fertig zu stellen und somit den erwarteten Frühjahrsaufschwung verhinderte.
