Kredit und Finanzen

Erzeugerpreise sinken stärker als erwartet

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat tiefe Breschen geschlagen in aller Welt, überall wurde die Produktion zurückgefahren, Unternehmen mussten Insolvenz anmelden, andere gingen in die Kurzarbeit. Nach und nach wird nun jedoch die Produktion wieder hochgefahren. Und in genau dieser Situation schlägt die heutige Nachricht des Statistischen Bundesamtes ein wie eine (positiv zu betrachtende) Bombe: Die Erzeugerpreise sinken, und zwar in einem Niveau, welches trotz der niedrigen Inflation so nicht vermutet werden konnte.

„Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2009 um 4,6% niedriger als im Juni 2008. Einen gleich starken Preisrückgang hatte es letztmalig im Dezember 1986 gegeben. Im Mai und April 2009 hatte die Jahresänderungsrate - 3,6% beziehungsweise - 2,7% betragen. Gegenüber Mai 2009 sank der Erzeugerpreisindex geringfügig - 0,1%).“, heißt es da von Seiten der Statistik.

Und dies ist ein guter Grund, um sich zu freuen. Denn: Je niedriger die Erzeugerpreise sind, desto mehr kann auch für das gleiche Geld produziert werden. Zugleich werden Investitionen in den Ausbau der Produktion lohnender. Unternehmen, die dafür nicht genügend Gelder haben, können auch entsprechend günstige Kredite aufnehmen, zum Beispiel bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau, deren Angebote wir Ihnen in unserem Special zum Thema Gründungsfinanzierung detaillierter vorstellen.

Doch warum sind die Erzeugerpreise in einem so großen Maße gesunken?

Das Statische Bundesamt hat auch hierauf eine Antwort:

„Den höchsten Einfluss auf die Jahresteuerungsrate hatte im Juni 2009 die Preisentwicklung bei der Energie. Hier lagen die Preise um 8,4% unter denen von Juni 2008 (- 0,3% gegenüber Mai 2009). Ohne Berücksichtigung von Energie sanken die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 2,8% und blieben gegenüber Mai 2009 unverändert.

Die Preise der drei Hauptenergieträger Mineralölerzeugnisse, elektrischer Strom und Erdgas wiesen im Vorjahresvergleich einen unterschiedlich stark ausgeprägten Rückgang auf. So waren Mineralölerzeugnisse insgesamt um 24,9% billiger als im Juni 2008 (leichtes Heizöl - 42,9%, Dieselkraftstoff - 27,5%, Motorenbenzin - 11,8%). Über alle Abnehmergruppen hinweg betrachtet kostete elektrischer Strom 5,7% weniger als vor einem Jahr, Erdgas war 3,5% billiger. Private Haushalte mussten im Vergleich zum Vorjahr für elektrischen Strom (+ 5,7%) und für Erdgas (+ 2,5%) mehr bezahlen.

Elektrischer Strom und Erdgas insgesamt wiesen jeweils im Vergleich zum Mai 2009 Preisrückgänge auf (- 0,4% beziehungsweise - 3,3%). Die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen dagegen gegenüber Mai 2009 deutlich um 5,9% (leichtes Heizöl + 13,4%, Dieselkraftstoff + 4,6%, Motorenbenzin + 5,4%).“

Gerade im Bereich der Energien ist momentan ein gutes preisliches Niveau vorhanden. Dies wird jedoch nicht immer so bleiben, soviel ist sicher. Langfristig werden die Preise für Strom, Gas und Öl wieder steigen, weshalb man sich, zumindest als Eigenheimbesitzer, überlegen könnte, auf erneuerbare Energien umzusteigen.

Hierfür bietet die DKB, die Deutsche Kreditbank, eine sehr besondere Kreditmöglichkeit an, den DKB Energiekredit, kurz auch DKB Energie genannt. Wer hingegen kein Besitzer eines eigenen Hauses ist, hat immer noch die Möglichkeit, zu einem günstigeren Energieversorger zu wechseln oder sich im Zuge der Abwrackprämie ein spritsparenderes Fahrzeug anschaffen. Wichtig ist dabei eine Formel: Vor dem Sparen kommt immer erst das Investieren! Dies zahlt sich aber im Laufe der Zeit aus, manchmal sogar um ein Vielfaches.

(Quelle Textauszüge: Statistisches Bundesamt)

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