Kredit und Finanzen

Das Jahr 1929 – kommt es 2008 wieder?

Der 25. Oktober des Jahres 1929 ging in die Weltgeschichte ein, denn es war jener Tag, den man später überall nur als den „Schwarzen Freitag“, den „Black Friday“, bezeichnen würde. Es war der Tag, an dem weltweit die Börsen zusammenbrachen und an dem jeder Angst hatte, alles zu verlieren. Nicht nur die kleinen Leute sahen ihr „Vermögen“ dahinschwinden, auch Millionäre glaubten, dass sie spätestens am nächsten Tag nichts mehr haben würden. Und so kam es auch. Der letzte Schmuck der Ehefrauen wurde auf den Straßen verkauft, weil die Aktien, die zuvor noch Millionen wert gewesen waren, nicht mal mehr den Wert des Papiers hatten, auf das sie gedruckt waren.

Und heute sehen viele wieder Parallelen zum „Schwarzen Freitag“. Wie damals Herbert Hoover, der 31. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, tatenlos zugesehen hat, so schaut nun George Bush, jr., der 43. Präsident der USA, tatenlos zu, wie die Wirtschaft in seinem Lande den Bach runter geht.

Die berühmte amerikanische Investmentbank Bear Stearns verliert alles, wie man etwa auf „Bear Stearns Minus 92 Prozent“ nachlesen kann, und am schlimmsten ist dabei wohl der Verlust der Unabhängigkeit. Der DAX rauscht um 4 Prozent in den Keller, und die Turbulenzen bewegen sich jenseits des Rahmens, den der normale Anleger noch vertragen kann.

Dazu kommt, dass viele Anleger, auch und ganz besonders im „professionellen“ Bereich gerne mal auf Kredit spekulieren und derzeit riesige Probleme haben, Nachschussforderungen gerecht zu werden.

Die Immobilienkrise in den USA sowie der Skandal um die riskanten Börsenspekulationen der großen französischen Bank Société Générale ziehen immer weitere Kreise und der Finanzminister Paulson steht im Kreuzfeuer der Kritik. Bei einer Talkshow auf dem US Nachrichtensender CCN sagte er deshalb zum Thema Wirtschaft, Finanzen und Rezession: “Jede Wirtschaft geht nun mal durch Höhen und Tiefen. Ich konzentriere mich im Moment nicht darauf, wie man es nennt.”

Derart von der Politik im Regen stehen gelassen, versucht die FED um ihren Chef, Ben Bernanke, derzeit, alles zu tun, um die Märkte aber auch die betroffenen Kreditinstitute und Investmentbanken zu stützen, wie man etwa auf „Die Welt-Finanzkrise ist da“ nachlesen kann.

Ja, man sieht gerne weg in den USA. Wie lange das jedoch noch möglich ist, wird die Zeit zeigen. Schließlich sind im November dieses Jahres die Wahlen des neuen anberaumt. Und noch ist kein Sieger ersichtlich, es ist alles offen, wie es scheint. Das Volk hat Angst vor der Rezession, den Finanzminister interessiert es augenscheinlich nicht. Noch nicht?

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