Kredit und Finanzen

Deutschland spielt weiter in der ersten Liga – Trotz der Krise wachsende Exportzahlen

Deutschland ist Exportweltmeister, dies ist seit Jahren bekannt. Die Finanzkrise schien hier erst Einbrüche zu bringen, es wurde befürchtet, dass wichtige Abnehmer wegbrechen würden.

Für das dritte Quartal dieses Jahres kann nun aber gesagt werden, dass es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Zunahme von 4,1 Prozent gab. Dies ergibt eine Gesamtsumme für den Export für die Monate Juli bis September von 250 Milliarden Euro. Eine satte Zahl, welche das Statistische Bundesamt am heutigen Tage verkünden konnte.

Dabei wurde ein großer Teil der ausgeführten Waren in andere Mitgliedsländer der Europäischen Union ausgeführt, wobei alleine für Exporte in diese Staaten insgesamt eine Summe von 158 Milliarden Euro zusammen kam, was immerhin 63 Prozent aller Exporte aus Deutschland in den Monaten Juli bis September 2008 ausmacht.

Dies entspricht einem Plus von 3,9 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal des vergangenen Jahres. Dabei wurde wiederum der größte Anteil, nämlich im Warenwert von 102 Milliarden Euro, in Länder der Euro-Zone ausgeliefert. Und auch hier gab es eine Steigerung von 3,5 Prozent.

Die Exporte in die Länder der Nicht-Eurozone nahmen sogar noch mehr zu, hier stieg die Ausfuhr um 4,8 Prozent und ergab eine Exportsumme von 55 Milliarden Euro. Alle anderen Länder erhielten Waren im Wert von 92 Milliarden Euro aus Deutschland, auch hier ist ein Plus zu vermelden von 4,4 Prozent.

Wer also nun schreit, die Exporte haben in den Zeiten der Krise abgenommen, der muss sich  hier eines Besseren belehrt sehen. Natürlich fehlen noch die Zahlen für das letzte Quartal, um sehen zu können, ob die Tendenz weiter steigend ist. Dennoch ist zu erkennen, dass es nach vorne geht. Und selbst wenn die Ausfuhren in die USA zurückgehen, im Gesamtüberblick der ersten neun Monate dieses Jahres im Vergleich mit den Vergleichszahlen aus dem vergangenen Jahr immerhin um 0,5 Prozent, für das dritte Quartal gleich um 6,3 Prozent, so braucht man dennoch hier nicht den Kopf in den Sand zu stecken.

Die USA sind für den Export aus Deutschland ein relativ nebensächliches Land, der Rückgang für die Ausfuhr in die Wirtschaftsmacht ist also nicht wirklich aussagekräftig und kann durchaus, aufgrund des relativ geringen Volumens, nicht als wichtig angesehen werden.

  Der Gesamtüberblick über die Ausfuhren aus Deutschland in den Monaten Juli bis September 2008:

Ein- und Ausfuhr nach Ländern
Gegenstand
der
Nachweisung
3.
Quartal 2008
1. – 3.
Quartal 2008
3.
Quartal 2007
1. – 3.
Quartal 2007
Veränderung gegenüber
3. Quartal 2007 1. – 3. Quartal 2007
Milliarden Euro %
249,9 761,0 240,0 716,4 + 4,1 + 6,2
157,5 487,6 151,5 464,0 + 3,9 + 5,1
102,1 320,7 98,7 307,3 + 3,5 + 4,4
23,1 73,5 21,8 68,0 + 6,0 + 8,1
16,5 50,1 15,2 46,5 + 8,4 + 7,7
15,4 49,2 15,0 48,3 + 2,7 + 1,8
55,4 166,9 52,8 156,8 + 4,8 + 6,5
17,4 52,4 17,8 52,6 – 2,4 – 0,4
10,6 30,8 9,3 26,6 + 13,9 + 15,7
92,4 273,4 88,4 252,4 + 4,4 + 8,3
17,7 54,5 18,9 54,8 – 6,3 – 0,5
8,6 25,4 8,0 21,9 + 7,6 + 15,9
8,6 24,4 7,5 20,3 + 15,0 + 20,4
3,7 11,9 3,8 11,0 – 2,8 + 8,7
3,2 9,7 3,3 9,8 – 1,9 – 0,2
210,6 618,2 189,8 569,8 + 10,9 + 8,5
121,7 364,1 110,0 333,2 + 10,6 + 9,3
81,4 242,9 72,6 220,9 + 12,1 + 9,9
16,6 50,8 15,2 47,2 + 9,6 + 7,6
18,9 54,1 15,3 45,0 + 23,4 + 20,2
11,7 35,2 10,8 33,3 + 8,2 + 5,7
40,3 121,2 37,4 112,2 + 7,7 + 8,0
11,0 33,4 10,4 31,0 + 5,3 + 7,7
6,8 19,9 6,1 17,7 + 13,0 + 12,5
88,9 254,1 79,8 236,6 + 11,4 + 7,4
11,5 34,1 11,1 34,7 + 3,1 – 1,6
15,6 42,5 14,7 40,8 + 6,7 + 4,1
10,6 27,4 6,8 20,4 + 56,4 + 34,1
2,4 7,4 2,4 7,3 – 2,9 + 0,9
5,6 17,3 5,9 18,2 – 5,8 – 4,8

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