Kredit und Finanzen

Erster Rürup-Fondssparplan

Altersvorsorge mit staatlichen Zulagen auf Basis von Fondsprodukten gab es bislang nur im Rahmen der Riester-Rente. Wer zum Beispiel als Selbständiger nicht zulagenberechtigt war, dem blieb bislang nur die Rürup-Rente, um wenigstens indirekt über die steuerliche Abzugsfähigkeit der Einzahlungen einen gewissen Vorteil zu erlangen (eine Übersicht über die Höhe der abzugsfähigen Einzahlungen finden interessierte Leser auf der folgenden Seite: Basisrente). Durch ihre Beschränkung auf die angebotene Form einer Rentenversicherung waren Rürup-Renten Riester-Fondssparplänen bislang deutlich unterlegen. Mit der Deka-BasisRente hat nun die DekaBank als erster Anbieter eine fondsbasierte Rürup-Rente auf den Markt gebracht, welche allen Sparern, die mangels Zulagenberechtigung nicht zur Riester-Rente greifen wollen, dieselben Renditechancen durch die Anlage der Einzahlungen in ausgewählte Fondsprodukte gibt. Dabei kann der Anleger zwischen zwei Varianten wählen: einer wachstumsorientierten Variante, bei der in Zielfonds investiert wird, und einer sicherheitsorientierten Variante, bei der in Garantiefonds investiert wird. Wie erste Auswertungen ergeben haben, können gute Riester-Fondssparpläne mit Renditen von um die zehn Prozent pro Jahr aufwarten, während es entsprechende Rentenversicherungen bei Riester- oder Rürup-Renten lediglich auf um die fünf Prozent pro Jahr bringen. Durch den Zinseszinseffekt ergeben sich hier deutliche Performanceunterschiede. Auch unter dem Aspekt der Sicherheit ist eine Rürup-Rente mit Fonds keine schlechte Wahl. So sind nicht nur sämtliche Einzahlungen und staatlichen Zulagen gesichert, sondern das ganze Rentenprodukt als solches ist insolvenzsicher, das darin eingezahlte Geld kann also im Falle einer Unternehmenspleite nicht von den Gläubigern beansprucht werden. Wie hoch dieser Insolvenzschutz ausfällt, können interessierte Sparer auf BlogFinanzen nachlesen. Angesichts des Fehlens staatlicher Rentenversicherungen sowie der sukzessiven Anpassung des Renteneintrittsalters an die gestiegene Lebenserwartung sollte jeder Selbstständige eher früher als später an seine private Altersvorsorge denken und sich dementsprechend zum Beispiel über eine Rürup-Rente absichern. Wie sehr insbesondere die Erhöhung des Renteneintrittsalters die Bevölkerung berührt, zeigt der folgende Blog-Beitrag: „Olaf Scholz Raffelhuschen – Rürup und die Rente mit 67“.

Eine Reaktion zu “Erster Rürup-Fondssparplan”

  • Lio

    Eine sehr gute Beschreibung. Es wird meiner Meinigung nach ein Muß sein sich selber vorzusorgen. Die Zeiten werden sich ändern sowie auch die ganzen vorsorgen. Immer hinaussschauen.