Rentner bekommen mehr Geld
Inmitten der Weltwirtschaftskrise hat sich die Regierung der Bundesrepublik Deutschland für eine deutliche Rentenerhöhung entschieden. Ebenso steigen die Beiträge für Langzeitarbeitslose. Seit Mitte der 90er Jahre handelt es sich bei der aktuellen Rentenerhöhung um die Kräftigste. In der Rheinischen Press schmettert der Sprecher der Senioren Union alle Einwände gegen die Rentenerhöhung ab und findet, die Zeit war reif für diese Erhöhung.
In den alten Bundesländern steigt die monatliche Rente um 2,41 Prozent, die Senioren im Osten erhalten eine Erhöhung von 3,38 Prozent. Nach den Einschätzungen des Arbeitsministers der Bundesrepublik Deutschland, Olaf Scholz, könne die Erhöhung nicht nur als eine gute Nachricht für Rentner angesehen werden. Der neue Beschluss soll sich vielmehr zu einem Schub für die Binnennachfrage entwickeln. Ähnlich begründet Scholz auch die Erhöhung des Arbeitslosengeldes für Langzeitarbeitslose. Der Regelsatz steigt deutschlandweit auf einen monatlichen Betrag von 359 Euro. Hierbei handelt es sich um ein Plus von 8 Euro. Die Rentenerhöhungen müssen auf die Bruttolohnentwicklung im vergangenen Jahr zurückgeführt werden. Vor allem in den neuen Bundesländern stiegen die Löhne im Jahr 2008. Nur durch einen Eingriff der Koalition in den Riester – Faktor konnte die aktuelle Erhöhung in Kraft treten.
Der Blog vom Finanzservice Burgau zeigt an dem Beispiel des „Eckrentners“ was für Auswirkungen in Euro die Rentenerhöhung hat, dies sind nach Berechnungen ca. 28 Euro im Monat.
So bremste die Bundesregierung die Rentensteigerung. Durch die gemäßigten Erhöhungen versucht der deutsche Bund die Arbeitnehmer, die private Altersvorsorge zu forcieren. Gleichzeitig fungiert die Rentenerhöhung in der Partei um Olaf Scholz als wichtiger Wahlfaktor. Für die SPD handelt es sich bei den Rentnern bis heute um eine wichtige Wählergruppe. Die Rentenerhöhung wird deutschlandweit am 1. Juli als weiterer Baustein in Kraft treten. Zum gleichen Stichtag wird auch die Senkung des Beitrages für die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland in Kraft treten. Hierbei handelt es sich um einen wichtigen Baustein des zweiten Konjunkturpaketes, das von der Bundesregierung infolge der globalen Krise beschlossen wurde. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich zufrieden gegenüber der beschlossenen Rentenerhöhung. Sie sieht die Erhöhung als einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Kaufkraft in der Bundesrepublik Deutschland an.
Mit Kritik äußerte sich jedoch die Linke. Demnach falle die beschlossene Erhöhung nach den Einschätzungen der Linken als zu niedrig aus. Nach den Parteieinschätzungen könnte die aktuelle Erhöhung die Verluste in den vergangenen Jahren nicht ausgleichen.
Der rentenpolitische Sprecher der Linken moniert in einer Pressemitteilung, dass die jetzige Erhöhung auf Kosten von Erhöhungen in der Zukunft geht. Dies ist zwar richtig, aber da die aktuelle Rentenerhöhung auch als Maßnahme gegen die aktuelle Finanzkrise zu sehen ist, sehe ich da keinen Widerspruch. Es wird jetzt Geld in die Hand genommen um die Wirtschaft anzukurbeln. Experten gehen derzeit jedoch davon aus, dass es sich bei der aktuellen Rentenerhöhung zunächst um das letzte große Polster für die Senioren im Land handeln wird. So kann für das Jahr 2010 infolge der Auswirkungen der Wirtschaftskrise maximal mit geringen Zuwächsen gerechnet werden. So wird sich vor allem die rückläufige Zahl der Beitragszahler der Deutschen Rentenversicherung auf die möglichen Erhöhungen auswirken. Aber selbst diese These „Weniger Beitragszahler – Weniger Rente“ muss nicht zwangsläufig stimmen, wie der folgende Blog-Beitrag: „Warum die Rente nach wie vor sicher sein könnte“ zeigt. Denn es kommt nicht nur auf die Anzahl der Einzahlenden, sonder auch auf die Produktivität dieser an.
