Kredit und Finanzen

Der Countdown für die Präsidentschaftswahlen in den USA läuft

Am 4. November ist der Tag der Wahrheit. An diesem Tag wird der neue Präsident der USA gewählt, der 44. in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika.

Schon seit Wochen scheint Barack Obama bereits im Vorfeld der Wahl als klarer Sieger gekürt worden zu sein. Er gewann die TV-Duelle gegen John McCain, er kann anscheinend mehr Wähler mobilisieren und die ganze Welt scheint ihm zu Füßen zu liegen. Die landesweiten Umfragen zeigen, dass er mit mehr als 50 Prozent einen klaren Vorsprung vor dem Kandidaten der Republikaner hat.

Doch der Vorsprung scheint nun zu schrumpfen, und ist längst schon nicht mehr so klar und eindeutig wie noch vor einigen Tagen. Inzwischen liegen nunmehr vier bis fünf Prozent zwischen den beiden Kandidaten für den Präsidentschaftssessel der USA. Interessant ist auch die Verlautbarung eines Meinungsforschers bei der Nachrichtenagentur „Reuters“: “Der Trend geht in Richtung zu McCain. Seine Zahlen steigen und Obamas fallen.”

Beide Kandidaten für das Amt des 44. Präsidenten der USA blieben in ihren Auftritten und Duellen recht blass in Bezug auf die Finanzkrise und ihre geplante Wirtschaftspolitik. Dennoch ist die Frage, welcher von beiden – der Republikaner John McCain oder der Demokrat Barack Obama – die klareren Standpunkte hat, die er später umsetzen will und wird.

John McCain hatte aufgrund der immer verheerender werdenden Finanzkrise sogar eine Zeitlang seinen Wahlkampf ausgesetzt – auch auf die Gefahr hin, von Obama dabei überrollt zu werden. In den TV-Duellen machte der Demokrat dagegen Punkte durch seine rhetorischen Fähigkeiten, seine Mimik und Gestik gut. NUR: Keiner diese drei Fähigkeiten sagt etwas darüber aus, wie ein Mensch dann als Präsident sein würde.

McCain, der oft unsicher wirkte, aber dadurch Authentizität zeigte, ist im Gegensatz zu Obama kein Redenschwinger, könnte aber durchaus der Mann der Tat sein, den die USA in diesen schweren Zeiten brauchen.

Wer letztlich die Wahl gewinnen wird, wird erst Tage nach dem 4. November, dem Wahltag, gesagt werden können. Durch das aufwändige Wahlsystem in den USA kann es eine ganze Weile dauern, bis alle Stimmen ausgezählt sind.

Bis zum 15. November muss auf jeden Fall der neue Präsident vereidigt und im Amt sein, denn da findet der erste Weltfinanzgipfel statt, und das in den USA selbst. Dort wird der neue Präsident gleich zeigen müssen, wie fähig er wirklich in punkto Wirtschaftspolitik ist. Möge der Bessere für das Land die Wahl gewinnen!

Einen Kommentar schreiben