Kredit und Finanzen

Finanzkrise wirkt wie ein Geldfresser und hat bereits knapp 40 Billionen Euro vernichtet

Die Asiatische Entwicklungsbank, die ADB, auch AsDB genannt, wurde im Jahre 1966 in Manila gegründet. Aus der Asian Development Bank ging wenige Jahre später, 1973, der Asiatische Entwicklungsfonds, der Asian Development Fund, abgekürzt ADF oder auch AsDF, hervor.

Eines der Gründungsmitglieder der Asiatischen Entwicklungsbank ist Deutschland, weshalb hier auch ein großes Engagement zu finden ist. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unter der Führung von Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat den deutschen Zuständigkeitsbereich für die ADB und den ADF und beschreibt auch klar, warum es bei der Asiatischen Entwicklungsbank geht:„Die AsDB engagiert sich in vielen sozialen und wirtschaftlichen Projekten, die die Lebensbedingungen der Menschen in der Region verbessern sollen. Die Verringerung der Armut ist oberstes Ziel der Bank. Sie richtet ihre Politik an den Millenniumsentwicklungszielen aus. Die Schwerpunkte der Bank liegen auf der Förderung eines breitenwirksamen nachhaltigen Wachstums, insbesondere im Infrastrukturbereich. Das Grundkapital der AsDB betrug Ende 2007 56 Milliarden US-Dollar. Deutschland ist daran mit einem Anteil von 4,32 Prozent beteiligt.

  Aus dem AsDF vergibt die Asiatische Entwicklungsbank günstige Kredite an die ärmeren regionalen Mitglieder. Als Beitrag zum Asiatischen Entwicklungsfonds hat Deutschland bis 2007 insgesamt 1,48 Milliarden US-Dollar zugesagt. An der zehnten Wiederauffüllung ist Deutschland mit rund 151 Millionen US-Dollar oder 4,82 Prozent beteiligt.“

Und genau jene Asiatische Entwicklungsbank hat nun eine Studie erstellt, nach der sich die Finanzwirtschaftskrise zur regelrechten Fressmaschine für Geld entwickelt hat. So wurden dadurch weltweit Vermögenswerte in Höhe von um die 50 Billionen US Dollar vernichtet – was umgerechnet etwa 39,4 Billionen Euro sind.

Dabei wurde auch klar, dass Asien am stärksten von der Krise betroffen ist. Gleich mal 9,6 Billionen US Dollar wurden vernichtet, was das BIP, das Bruttoinlandsprodukt der Länder Asiens für ein Jahr sogar übersteigt. Dies gab die ADB vor wenigen Tagen in Manila, der Hauptstadt der Philippinen, bekannt. Haruhiko Kuroda, der Präsident der Asiatischen Entwicklungsbank, sprach dabei auch von der größten Krise für die Welt seit der großen Depression im vergangenen Jahrhundert. Die große Depression nahm damals an dem bekannten „Schwarzen Donnerstag“ – in Europa aufgrund der Zeitverschiebung auch als „Schwarzer Freitag“ bekannt -, dem 24. Oktober des Jahres 1929, also vor knapp 80 Jahren, seinen Anfang. Die große Depression zog sich damals durch die darauf folgenden Jahre und dauerte bis zum Jahre 1941 an.

Kuroda ist trotz der bitteren Zahlen für Asien hoffnungsfroh. “Ich fürchte, es wird alles noch schlimmer, bevor es besser wird. Aber ich bin zuversichtlich, dass Asien als eine der ersten Regionen aus der Krise kommt und stärker daraus hervorgeht als es je zuvor war.”, sagte er bei der Vorstellung der Studie in Manila. Zur “Developing Asia”, wie die in die Studie einbezogenen asiatischen Länder von der ADB genannt werden, gehören im Moment 44 Länder, zu denen unter anderem auch Kasachstan und Afghanistan zählen, die Inselstaaten im Pazifischen Ozean, Indonesien und Bangladesch sowie China, Indien und Singapur.

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