Weiterer Rückgang der Baugenehmigungen in 2008
Im vergangenen Jahr 2008 kam es erneut zu einem Rückgang im Bereich der Baugenehmigungen. Das Statistische Bundesamt teilte heute mit, dass 2008 7.700 4,2 Prozent weniger Wohnungen die Genehmigung für den Bau erhielten, als noch in 2007. Insgesamt wurde im vergangenen Jahr für knapp 174.600 Wohnungen die Baugenehmigung erteilt. Dies bedeutet zugleich den niedrigsten Stand seit dem Zeitpunkt der Wiedervereinigung. Im Jahre 1991 wurde der Ausgangswert gesetzt, der bei 406.000 Baugenehmigungen lag. Drei Jahre darauf, 1994, wurde dann der bisherige Höchststand von 713.000 Wohnungen erreicht.
Die Baugenehmigungen in 2008 setzten sich zusammen aus Neubauwohnungen in Wohngebäuden, deren Anzahl 148.300 der 174.6000 genehmigten Wohnungen betrug. Dies bedeutete einen Rückgang in diesem Baubereich von 5,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2007. Den stärksten Rückgang gab es jedoch bei den Baugenehmigungen für Wohnungen in Zweifamilienhäusern mit minus 6,0 Prozent und bei Einfamilienhäusern, wo die Baugenehmigungen gar um 6,9 Prozent zurückgingen. Bei den Mehrfamilienhäusern war der Rückgang mit einem Minus von 4,2 Prozent am niedrigsten. Entsprechend ging in diesen Bereichen natürlich auch die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen – meist in Form von Hypothekendarlehen – und entsprechenden Bauspardarlehen zurück.
Bei den Baumaßnahmen an bereits bestehenden Gebäuden gab es insgesamt 22.954 Genehmigungen für das Jahr 2008 zu vermelden. Dies war eine Zunahme in diesem Bereich von 1.607 Baugenehmigungen, was einem Plus von 7,5 Prozent gegenüber dem Jahr davor entspricht.
Bereits im Jahr 2007 hatte es einen Rückgang der Baugenehmigungen gegeben. Gleich um 26,3 Prozent waren diese eingebrochen und auf 182.300 Genehmigungen gefallen. Der Grund des starken Rückgangs war damals das Wegfallen der Eigenheimzulage gewesen, was sich vor allem bei einem Rückgang von mehr als 30 Prozent jeweils bei den Einfamilien- wie auch Zweifamilienhäusern zeigte.
Zu den Nichtwohngebäuden vermeldete das Statistische Bundesamt folgendes: „Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 249,6 Millionen Kubikmeter (+ 17,7 Prozent). Diese positive Entwicklung zeigte sich sowohl bei den nichtöffentlichen Bauherren (+ 17,6 Prozent) als auch bei den öffentlichen Bauherren (+ 18,2 Prozent).“ Eine Aufschlüsselung der einzelnen Bereiche kann dabei auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes eingesehen werden.
