Kredit und Finanzen

Millionenverluste durch VW-Aktienspekulationen bei Merckle

Die starken Kursschwankungen der Aktie von Volkswagen haben so manchen Anleger in die Bredouille und zum Teil auch in die roten Zahlen getrieben. Nun ist das erste Opfer unter prominenten Anlegern zu verzeichnen, und das dann auch mit gleich richtig hohen Verlusten.

Das Pharmaunternehmen Merckle, ein Familienunternehmen mit einer Tradition seit 1881 scheint nun unter dem Anlageverhalten des Chefs, Adolf Merckle, leiden zu müssen. Er soll in Spielermanier auf einen Kursverlust bei der VW-Aktie gewettet haben. Diese fiel jedoch nicht im Preis, sondern stieg im Gegensatz dazu in unermessliche Höhen und lag irgendwann sogar bei über 1.000 Euro je Aktie. Verloren haben soll er dabei einen dreistelligen Millionenbetrag, eine nicht gerade kleine Summe, wie jeder Anleger selbst weiß.

Nun muss er verhandeln, der Adolf Merckle, um von Banken Kredite zu bekommen. Denn schließlich geht es hier nicht darum, das private Vermögen von Merckle wieder aufzustocken, sondern es geht um den Erhalt der ratiopharm Gruppe, die sonst möglicherweise dem Spielertrieb des Chefs zum Opfer fällt und teilweise verkauft werden muss.

Es sind eben nicht nur die Banker, die gerne zocken in unserem Lande, sondern auch die Unternehmenschefs, wie man hier gut am Beispiel des Herr Merckle sehen kann. Sollte er zu einem Verkauf gezwungen sein, könnte es noch bitterer werden für ihn. Die Zeiten sind schlecht für den Verkauf eines Unternehmens, das ist sicher. Wenn ein Verkauf stattfinden könnte, dann wahrscheinlich nur weiter unter dem fairen Wert des Unternehmens.

Wieso Adolf Merckle, der mit einem Vermögen von 9,2 Milliarden US Dollar von „Forbes“ an fünfter Stelle der reichsten Deutschen geführt wird, nicht in seine eigene Tasche greift, nachdem er Firmenvermögen verzockt hat, kann wieder einmal nicht beantwortet werden. Was aber gesagt werden kann: Drum prüfe gut, wo Du Dein Geld anlegst, damit Du morgen immer noch welches in Deinen Taschen hast.

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