Vorstand der Hypo Real Estate zurückgetreten
Der Vorstand des Immobilienfinanzierers aus München war in den letzten Tagen scharf angegriffen worden, und anderem von Finanzminister Peer Steinbrück. Er warf der Führungsetage der HRE Versagen vor - und trifft damit wohl den Nagel ziemlich heftig auf den Kopf.
Nun ist Funke gegangen, oder wurde rausgeworfen, das wurde bis jetzt nicht von der Hypo Real Estate verkündet. Wie es nun mit der Münchner Großbank weitergehen wird, das weiß auch noch keiner. Die Finanzspritzen von Bund und anderen Finanzgebern könnten eingreifend wirken und den Zusammenbruch der HRE verhindern. Oder sinnlos verpuffen.
Dennoch braucht niemand Angst um sein Geld zu haben. Die Zusicherung unserer Bundeskanzlerin, Angela Merkel, die Sparereinlagen sind sicher, gilt immer noch. Deshalb ist es wichtig, sich in der momentanen Situation nicht von den Geschehnissen um die Hypo Real Estate und ihrem nun geschassten Chef, Georg Funke, irritieren zu lassen. Dies ist nur der Moment, und auch dieser wird vorübergehen.
Wie man an der Börse heute sehen kann, geht es auch langsam wieder aufwärts. Gerade die VW-Aktie schießt heute in die Höhe und zieht den Dax mit. Aber auch andere Aktien finden langsam wieder zur Ruhe und ihren Weg in das Plus nach der gestrigen Talfahrt der Frankfurter Börse. Auch der Dow Jones hat gestern seine Talfahrt wieder ein wenig beschwichtigen können und schloss knapp unter der Marke von 10.000 Punkten.
Während dessen fällt die Aktie der Hypo Real Estate weiter. Es scheint kein Heilmittel für das Wertpapier der Großbank zu geben, die sich auf Immobilienfinanzierungen auch für die öffentliche Hand spezialisiert hatte. Dennoch hat die Bundesregierung ein zweifaches Signal ausgesendet mit der Finanzspritze für die HRE. Zum einen, dass es wichtig ist, die Wirtschaft in Gang zu halten, und nicht den Zusammenbruch einer solch großen und wichtigen Bank zu riskieren. Auf der anderen Seite durch die scharfe Kritik seitens unserer Kanzlerin und Finanzminister Steinbrück an dem Vorstand der Hypo Real Estate.
Hier wurde ein eindeutiges Zeichen gesetzt, dass es kalt werden wird in Zukunft für unvernünftige Banker in unserem Land. Und das seitens der CDU und seitens der SPD. Egal also, wie die nächste Bundestagswahl ausfallen sollte, die Banker haben durch ihre Unvernunft und ihre Risikogeilheit eine wichtige Lobby verloren, wie es scheint. Nun kann ein neuer Weg beschritten werden. Auch hin zu mehr Kundennähe und Verständnis für die Sparer und Anleger.
