Kredit und Finanzen

Das Rätselraten um die Dresdner Bank

Gerede gab es in den letzten Monaten nun viel über und um die angeschlagene Bank mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Gemeinsam mit der Commerzbank sollte für die Postbank geboten werden. Einigen konnte man sich dann jedoch nicht und blieb dadurch schnell außen vor beim Bieterrennen um die Banktochter der Deutschen Post. Dann hieß es, die Dresdner Bank wolle mit der Commerzbank fusionieren und man schaue sich wohl gegenseitig in die Bücher. Nun nähren neue Gerüchte die Vermutungen, dass die beiden Banken nicht fusionieren werden, wohl aber die Dresdner Bank möglicherweise ganz an die Commerzbank verkauft werden wird.

Erst im Jahr 2001 hatte der Allianz-Konzern die Dresdner Bank für gut 24 Milliarden Euro übernommen. Bereits seit längerer Zeit gibt es jedoch Gerüchte über einen Verkauf. Ob die Allianz die Dresdner Bank dann ganz verkaufen wird oder nur einen der beiden Teile, das Privat- und Firmenkundengeschäft mit seinen 14,5 Mio. gemeldeten und rund 4,5 Mio. aktiven Privatkunden oder die Investmentsparte, ist nicht klar. Gerade der Investmentbereich war es, der die Zahlen der Bank im Verlauf der Finanzkrise durch hohe Wertberichtigungen und Abschreibungen nach unten gezogen hatte. Vielleicht aber wird auch die komplette Bank verkauft, obwohl die Allianz immer wieder geäußert hatte, ihre Banksparte nicht verkaufen zu wollen.

Am Freitag soll es nun zu Beratungen kommen. Angeblich geht es dort nun um ein Treffen mit dem Betriebsrat. Gerüchte besagen jedoch, dass auch gleich entschieden werden soll, welche Sparte ausgegliedert werden soll oder ob möglicherweise gleich die ganze Bank verkauft wird. Worum es aber auch immer gehen wird bei dem Gespräch, eines der heißesten Themen wird der Kündigungsschutz im Falle eines Verkaufs sein. Denn gerade hier ist ja der Knackpunkt beim Verkauf einer deutschen Bank an ein anderes deutsches Geldinstitut. Wenn man es auch nicht möchte, so fallen doch Filialen weg und Mitarbeiter der Zusammenstreichung zum Opfer.

Aber vielleicht wird die Dresdner Bank ja auch von der Banco Santander, der spanischen Bank, welche den meisten deutschen Verbrauchern eher durch die Santander Direkt Bank bekannt ist, gekauft, die auf dem deutschen Bankenmarkt richtig einsteigen möchte und auch als starker Kaufinteressent der Postbank gehandelt wird. Dann sieht sowieso alles anders aus. Aber wir werden es, wie immer leider, erst wissen, wenn es auf dem Papier steht.

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