Der Krönungsparteitag der Demokraten
Selten hat ein Präsidenten-Wahlkampf in den USA auch in unserem Land so viel Aufmerksamkeit erhalten. Erst der Kampf um die Krone der Demokraten zwischen Hillary Clinton und Barack Obama. Und dann, nach dem Eingeständnis der Niederlage durch die Gattin des ehemaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, nun der parteieigene Siegeszug des Barack Obama. Eine Lichtgestalt ist er, der von vielen inzwischen als „der Erlöser“ der USA gefeiert wird.
Doch wo Licht ist, muss nicht immer auch alles hell sein. Wer viel redet, schlägt auch viel Schaum. Immer noch gibt es kaum Aussagen vom Präsidentschaftskandidaten der Demokraten – der in diesen Stunden zum Kronprinz seiner Partei gekürt wird – zum Thema Wirtschaftspolitik.
Diesen in den Zeiten der Krise so wichtigen Bereich für sein Vaterland blendet er fast aus. Und genau hier könnte der Stillstand bleiben, oder es noch weiter bergab gehen mit den USA.
Ein Präsident, der keine Ahnung hat und der Krise keinen Einhalt gebietet? Das gab es doch bereits. Der Erlöser, Obama, wird also durch sein Verdrängungsprinzip >Worüber ich nicht rede, das gibt es in Wirklichkeit gar nicht< der Herr in seiner selbst geschaffenen Matrix-Welt.
Nur, nützt dies den USA, um sich wieder selbst zu finden und sich selbst an den Haaren aus den vielen Krisen im eigenen Land zu ziehen? Die Immobilienbranche liegt am Boden, Banken machen pleite oder können gerade eben mal noch so vor dem Ruin gerettet werden, die Zügel auf dem eigenen Automarkt werden immer mehr von ausländischen Autoherstellern in die Hand genommen.
Ein Land verliert sich selbst. Und hofft auf eine Lichtgestalt, die möglicherweise mehr Schein als Sein ist. Der Messias könnte ein Judas sein, der sein eigenes Land an seinen eigenen Ehrgeiz verliert.
Doch was ist die Alternative? John McCain, der Kandidat der Republikaner, hat auch nicht viel Ahnung von Wirtschaft oder Finanzen und hat hierzu bislang auch kaum ein Wort dazu verloren. Aber seine Warnungen sind eindringlich, Obama nicht zu wählen.
Heute wurde bekannt, dass auf den Kronprinzen der Demokraten ein Anschlag geplant war. Just auf dem Parteitag, auf dem er die Krone aufgesetzt bekommt. Nähere Hintergründe sind noch nicht bekannt. Doch damit wäre er, die Lichtgestalt, zum Märtyrer geworden, mit einem Bekanntheitsgrad, der dem John F. Kennedys wohl gleichgekommen wäre.
Ob er diesem jedoch wirklich gerecht werden kann, muss er beim weiteren Wahlkampf und vor allem als 44. Präsident der USA, falls das Volk ihn denn zu diesem wählen sollte. Im November wissen wir mehr. Bis dahin wird die Krise der verschiedenen Branchen in den USA wohl weitergehen, da der 43. Präsident der USA lieber Krieg spielt im Irak, als sich um das Wohlergehen seines eigenen Volkes zu kümmern.
Möge die Zukunft mit dem richtigen Präsidenten weitergehen ab November. Mit einem, der mehr kann, als auf Berliner Boden oder anderswo Reden zu schwingen, sondern der zeigt, dass politisches Handeln Verantwortung bedeutet und Worte auch zu Taten werden müssen – sei es nun Barack Obama oder John McCain.
