Kredit und Finanzen

Das Hin und Her von General Motors

Die deutsche Autobranche blickt derzeit über den großen Teich, und das nicht mit Freude. Was General Motors da betreibt, entbehrt schon jeglichen Denkvermögens, wie es scheint.

Gleich mal 39 Milliarden US Dollar haben die beiden großen US-Autobauer von der US-Regierung als Notkredit eingestrichen. Chrysler und General Motors wollen zudem den Rotstift ansetzen und insgesamt 50.000 Stellen streichen. Eine Farce nach einem gescheiterten Geschäftsmodell. Und nun müssen die Mitarbeiter das ausbaden, was der Vorstand eindeutig verbockt hat: Die rechtzeitige Reduzierung der Produktion zu Beginn der Krise der Autobranche und der Wechsel von Spritschluckern zu Klein- und Kleinstwagen, die in diesen Tagen in der ganzen Welt einen Boom erleben.

So will GM bis Ende dieses Jahres 47.000 Stellen abbauen – von insgesamt 244.000 Stellen. Über die Hälfte davon, 27.000 Stellen, außerhalb der USA. Für den deutschen Autohersteller Opel als Teil von General Motors Europa verheißt dies nichts Gutes. Die Mitarbeiter der deutschen Opel-Werke sind in hellem Aufruhr, alle bangen um ihren Job, von drohenden Werksschließungen ist bereits unter der Hand die Rede.

Immer wieder wurde und wird in den letzten Monat in Frage gestellt, wieso man die maroden Autobauer aus Detroit, der großen Autostadt in den USA, nicht „einfach“ in die Insolvenz gehen lässt – um sie gesundschrumpfen zu können und einen Neuanfang zu wagen. Doch General Motors scheint diesen Weg nicht gehen zu wollen. Der US-Autohersteller, dem jüngst von Toyota der Rang als größter Autobauer der Welt endgültig abgelaufen wurde, geht weiter den Weg eines sturköpfigen Alten, der nicht begriffen hat, dass die Zeiten anders geworden sind. Die Mitarbeiter sind es, die dabei auf der Strecke bleiben, wohl auch jene von Opel. Leider…

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