Ehemalige Mitarbeiter von Google starten neue Suchmaschine
Die Nachricht schlug am heutigen Montag wie eine Bombe ein. „Cuil“ ist heute online gegangen. „Cuil“, das ist DER Angriff auf den Giganten der Suchmaschinen – auf Google. „Cuil“ wird übrigens „cool“ ausgesprochen und stellt sich eindeutig gegen die Arbeit von Google.
Ehemalige Mitarbeiter aus der Topmanager-Ebene von Google und auch von IBM haben etwas kreiert, das anders ist als die Suchmaschine des Branchenriesen. Während bei Google die Identität des Suchenden mitsamt den Suchdaten gespeichert wird, soll dies bei „Cuil“ nicht der Fall sein. Gerade wegen der Speicherung sämtlicher Daten war Google immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik, nicht nur von eingeschweißten Datenschützern. Außerdem soll „Cuil“ einen größeren Suchindex als die Konkurrenz, die man bekämpfen möchte, haben. Dies zumindest nach den Angaben der „Cuil“-Macher.
Vier große Namen sind es, die hinter der Exen-Suchmaschine stehen: Anna Patterson und Russell Power, Louis Monier und Tom Castello. Das Brisante dabei: Anna Patterson und ihr Kollege Russell Power haben einstmals selbst an der Entwicklung der Suchmaschine im Hause Google mitgearbeitet. Tom Castello war einst als Top-Manager beim Softwareunternehmen IBM tätig. Louis Monier war früher einmal beim Pionier der Internetsuchmaschinen, bei Altavista, tätig. Diese „fantastischen Vier“ haben sich nun zu einer Allianz zusammengeschlossen – und sagen Google den Kampf an.
Ganz im Geheimen wurde gearbeitet und nun der Weltöffentlichkeit präsentiert. „Cuil“ ist so cool. Dass es gleich dreimal so viele Seiten nach Suchwörtern durchsiebt wie Google. Das macht unter dem Strich macht das 120 Milliarden Webseiten, eine unvorstellbare Zahl. Auch die Identität der Suchmaschinennutzer wird nicht gespeichert. Google ist hier immer an vorderster Front, wenn es um das Abziehen von Daten aus der Privatsphäre eines Menschen ist – „Cuil“ will hier den absoluten Gegentrend setzen und keine IP-Adressen speichern.
Risikokapitalgeber haben Anna Patterson, Russell Power, Tom Castello und Louis Monier auch bereits eine ganze Menge und damit jede Menge Beteiligungskapital. An die 33 Millionen US Dollar sollen es bereits sein. Wenn der Coup der „coolen“ Suchmaschine gelingen sollte, bebt es endlich wieder im Land der Suchmaschinen. Der Aufstand der Exen hat begonnen – ob ihnen der Sieg gelingt, werden wir sehen.
