Das nächste Jahr wird für uns alle ziemlich teuer
Nochmals zum Jahreswechsel steigende Preise für Strom und Gas und dann auch noch die Einführung des Gesundheitsfonds, das sind die Punkte, die wir im nächsten Jahr spürbar in unserem Geldbeutel sehen und bemerken werden.
Während die Gas-Kunden in Deutschland in diesem Jahr bereits eine Milliarde Euro mehr bezahlen mussten als im vergangenen Jahr, steigen die Kosten auch 2009 erst einmal stetig weiter. Da gerade der harte Winter für einen noch höheren Verbrauch als sonst verantwortlich zeichnet, wird es immer teurer und teurer. Es scheint, als sei ein Loch im Geldbeutel, aus dem sofort entrinnt, was eingefüllt wird.
Und noch etwas Anderes reißt ein tiefes Loch in die Taschen der Bürger unseres Landes: Die Einführung des Gesundheitsfonds. Zum ersten Januar des nächsten Jahres wird es keine unterschiedlichen Tarife mehr in der Gesetzlichen Krankenversicherung, der GKV, geben. Der Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent macht sich gerade bei den Versicherten besonders bemerkbar, die bis jetzt bei Kassen mit besonders günstigen Tarifen versichert waren.
Ab dem Neujahrstag wird gelten: Ein Beitrag für alle. Und das wird die Kostenschraube für viele sehr andrehen. Und zwar für fast alle, denn für neun von zehn Krankenversicherten bedeutet es eine Erhöhung ihrer Sozialabgaben, und das mit einem Mehr von bis zu 70,- Euro pro Monat.
Während der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung minimal gesenkt wurde und damit eigentlich Lohnnebenkosten gespart werden könnten, macht die Einführung des Gesundheitsfonds alles noch viel schlimmer. Das Milliardengrab, welches der Fonds bereits heute ist, treibt die Lohnnebenkosten in die Höhe, und zieht den Versicherten zuhauf das Geld aus der Tasche. Auch stark von den Änderungen betroffen sind Selbständige, die sich freiwillige gesetzlich versichert haben, also nicht in einer privaten Krankenversicherung sind.
War es für diese Personengruppe bisher möglich, sich via einer – normalen -Krankenversicherung auch für den Erhalt von Krankengeld im Falle einer Erkrankung abzusichern, so fällt dieser Part der Versicherung nun weg. Ein Hohn für all jene Selbständigen und Freiberufler, die zum Teil weit mehr als einen acht Stunden Tag haben, durch ihre selbständige Tätigkeit oft der Arbeitslosigkeit entgehen und nun dafür auch noch kräftig draufzahlen müssen.
Das nächste Jahr wird also teuer. Wir alle werden den Gürtel enger schnallen müssen. Nicht nur die Finanzkrise hat uns in ein Loch gerissen, auch die horrenden Preise für Energie und die gestiegenen Preise für Lebensmittel. Eine Trendwende ist nicht in Sicht, und auch der Gesundheitsfonds zeigt eher, dass wir nun weiter geschröpft werden. So lange, bis nichts mehr geht. Doch ist dieser Punkt nicht bereits in diesem Jahr schon fast erreicht worden
