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Die Versorgungssicherheit im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung
Wer regelmäßige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlt, möchte natürlich auch gerne von einer Sicherheit bezüglich der eigenen Versorgung ausgehen. Dies impliziert unter anderem, dass die finanzielle Versorgung – d.h. die Zahlung der erworbenen Rentenansprüche auf Lebenszeit – ebenso abgesichert ist, wie auch Hinterbliebene im Falle eines Ablebens des Versicherten durch Witwen- und Waisenrenten versorgt sein sollten.
Doch aufgrund sich stark verändernder Strukturen der Erwerbsarbeit können auch bezüglich der Versorgungssicherheit Probleme auftreten. Wird man arbeitslos oder findet nur noch Anstellungen im Niedriglohnsektor, so können die erworbenen Ansprüche im Alter nicht mehr ausreichen, um die Versorgung zu garantieren.
Im Falle betrieblicher Altersvorsorge sind Pensionskassen und Unternehmen soweit abgesichert, dass auch im Falle einer Insolvenz die Versorgungssicherheit der Beitragszahler gewährleistet bliebe.
Doch wie sieht es aus, wenn die Zahl der Einzahler in die Rentenkassen nicht mehr ausreicht, um laufende Renten auszuzahlen und somit auch die Versorgungssicherheit aller Rentenberechtigten nicht mehr gewährleistet werden kann? Manche fordern hier eine Mindestdynamisierung der Rente, um den Versicherten ein entsprechend planbares und definiertes Sicherungsziel im Sinne einer kalkulierbaren Rentenversorgung bieten zu können.
Die bereits durch die jährliche Erhöhung im aktuellen Rentenwert enthaltene Dynamisierung der gesetzlichen Rente für Bestands- wie auch künftige Rentner von durchschnittlich 1,01 Prozent pro Jahr scheint vielen zu wenig, um das Rentenniveau den steigenden Preisen anzupassen und damit eine angemessene Versorgungssicherheit herzustellen.
Andere wiederum schlagen vor, dass die Anlagepolitik der Regierung zu konservativ und wenig durchdacht sei und die an „Nebenbörsen“ gehandelten Rentenpapiere besser verzinst angelegt werden könnten. Schließlich kämpft die staatliche Versorgungssicherheit mit der sich ändernden Altersstruktur und der Verantwortung, die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht bei hoch spekulativen Investments verlieren zu dürfen. Andererseits bedeutet eine bedrohte Versorgungssicherheit auch, dass entstehende Altersarmut die Budgets anderer Ressorts und damit letztendlich auch die Steuerzahler belastet.
Insofern muss der Staat bei nicht gewährleisteter Sicherung der Versorgung die entstandene Lücke durch Mittel aus anderen Budgets füllen. Dies wiederum belastet den Haushalt, den Steuerzahler und damit nicht zuletzt auch aufgrund fehlender Kaufkraft die gesamte Wirtschaft.
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