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Die Rentenformel

Rentenformel

Der weitaus komplexere und komplizierte Teil der gesetzlichen Altersvorsorge ist die Berechnung der eigenen Rente. War es bis 1957 ein recht statisches und vorwiegend am Bruttolohn ausgerichtetes Konzept, hat es sich seither zu einem dynamischen, die Einkommens- und gesellschaftlichen Entwicklungen berücksichtigenden, Modell entwickelt.

Parameter der Rentenformel

Anhand einer speziellen Formel können Pflichtversicherte sich ausrechnen (lassen) wie hoch ihre Rente bei Renteneintritt sein wird. Dabei sind einige Parameter wichtig und unabdingbar. Die zwei wichtigsten Faktoren sind hierbei die Beitragsjahre, wie aber auch die durchschnittliche Höhe des Bruttoeinkommens während der Zeit der Beitragseinzahlungen. Hinzu kommen Entgeltpunkte, der Zugangsfaktor, wie auch der Rentenfaktor.

Entgeltpunkte, Zugangsfaktor, Rentenartfaktor, Rentenwert und Nachhaltigkeitsfaktor

Die Entgeltpunkte sind Produkt der Einzahlungsdauer und des Einkommens. Bei Eintritt im Regelalter und durchschnittlichem Einkommen betragen die Entgeltpunkte in der Regel  1,0 pro Jahr.

Der Zugangsfaktor indes ist abhängig vom Alter bei Rentenantritt. Bei einem Ruhestandsalter von 65 Jahren werden 1,0 Punkte berechnet. Je früher bzw. später man in Rente geht, je niedriger oder eben höher fällt dieser Faktor aus.

Der Rentenartfaktor beträgt bei normaler Altersrente  1,0. Im Gegensatz dazu steht beispielsweise der Rentenfaktor 0,6 bei der Witwenrente. Bei anderen vergleichbaren Rentenformen wird ähnlich verfahren.

Der Rentenwert ist schließlich der volatilste Teil der Berechnung. Er passt sich jedem Jahr zum 01.Juli entsprechend dem Verhältnis zwischen der Anzahl der Arbeitnehmer und der Zahl der Rentner an. Bei überproportional vielen Rentner und wenigen Beitragszahlern sinkt er, umgekehrt steigt er folglich an.

Der Nachhaltigkeitsfaktor wird seit kurzer Zeit als Quotient des jeweils aktuellen Rentenwertes benutzt, um dem demografischen Wandel bzw. einer gerechteren Gewichtung von Zahlungsempfängern und Beitragszahlern gerecht werden zu können.

Insofern ist die Berechnung der Rente das Produkt folgender Formel:

Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x Rentenartfaktor x Rentenwert

In sich sieht diese Berechnung sehr einfach aus. Doch dadurch, dass die einzelnen Werte ihrerseits von individuell schwer zu berechnenden Entwicklungen wie Bruttoeinkommen, Renteneintrittsalter oder auch des Verhältnisses von Rentnern und Beitragszahlern abhängen,  ergeben sich mitunter einige Unsicherheiten, ob eine zwischenzeitliche Berechnung auch in 20 oder 30 Jahren Gültigkeit haben wird.

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